Geschenkaktion für Flüchtlingskinder in Bremen 2018

  • Infos zu Sach- und Geldspenden

Hallo, Moin und Salam,

da die Geschenkaktion für Flüchtlingskinder in Bremen ab 2018 von mir privat organisiert wird, haben sich ein paar Informationen geändert.

Wer sich an dieser wunderbaren und sehr persönlichen Geschenkaktion beteiligen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten dem nachzugehen:

Materielle Spenden: 

Man kann viele Kleinigkeiten im Einkauf deutlich günstiger bekommen, wenn man eine bestimmte Menge einkauft. So werden für die Tüten folgende Dinge gerne genommen: Buntstifte, Filzstifte, Malbücher, Notizblöcke, bunte Einzelstifte, kleine Kuscheltiere (für die 0-2 Jährigen sehr gerne genommen), Haarschmuck, Matchboxautos, Luftballons, Seifenblasendosen, Süßigkeiten (für die 0-2 Jährigen dementsprechend, für ab 3 ist alles möglich, bitte nur ohne Gelatine), Make-up (Kajal, Lidschatten, Mascara, Lippenbalsam), kleine Duschgelproben (gibt es bei DM, Rossmann und bei REAL in den Körbchen), Fastenbrechenfest-Grusskarten (wären großartig),…und was einem sonst noch einfällt.

Anschrift für postale Sendungen:
vacances Mobiler Sozial- und Pflegedienst, z.H. Dr. Caroline Neumüller, Den Haager Straße 60, 28259 Bremen

Finanzielle Spenden: 

Oftmals ist es einfacher sich finanziell zu beteiligen. Wer das möchte, kann unter dem Kennwort „Die Bremer Zuckerfestfee – Geschenkaktion für Flüchtlingskinder 2018“ auf folgendes Konto spenden:

Kontoinhaber: Dr. Caroline Neumüller 
IBAN: DE89 2905 0101 0012 3531 32 (Sparkasse Bremen)

Dieses Jahr wird diese Geschenkaktion von mir als Privatperson organisiert, somit möchte ich so transparent wie möglich arbeiten. Das heißt, dass ich alle eingegangen Spenden für die Geschenkaktion versuche zu verbrauchen und auch anhand von Belegen offen zu legen.

Zu Lächeln ist ein Gottesdienst. Ein Lächeln erzeugt ein weiteres Lächeln. Eine Spende ist auch ein Gottesdienst. Es beglückt andere und gibt einem selbst Frieden im Herzen.

Ich bedanke mich schon einmal im Vorfeld ganz herzlich für jede Unterstützung, die man mir in der Geschenkaktion zukommen lässt. Bei Fragen, kann man mich gerne unter c.neumueller@infopoint-islam.de kontaktieren.

Bitte diesen Beitrag gerne weiterleiten.
Gott segne Sie/ Euch.

Mit herzlichen Salam
Caroline 

Die Bremer Zuckerfestfee 2018

– Geschenkaktion für Flüchtlingskinder in Bremen 2018 – 

30740006_572066259829508_8384283582113251328_o

Hallo, Moin und Salam,

in den vergangenen drei Jahren konnte sich der Infopoint Islam unter meiner Leitung über Helferinnen und Helfer beim Einpacken und Ausfahren der Geschenktüten und -kartons, sowie Unterstützerinnen und Unterstützer in materieller wie auch finanzieller Hinsicht sehr freuen.

In 2015 war es dem Infopoint Islam mit Eurer Hilfe möglich fast 400 Kinder im Alter von 0 bis 18 Jahren zum Opferfest zu erfreuen.

In 2016 wurde die Aktion sogar übertroffen, indem Erwachsene auch die Möglichkeit erhielten eine kleine Freude zum Fastenbrechenfest zu bekommen. Insgesamt wurden fast 900 Geschenktüten an Kinder und Erwachsene in 10 verschiedenen Übergangswohnheimen und Erstaufnahmeeinrichtungen verteilt.

In 2017 wurde die Entscheidung getroffen, dass sich die Geschenkaktion ausschließlich auf Kinder im Alter von 0 bis 18 Jahre konzentriert und wir konnten über 450 Kindern in 11 Einrichtungen eine schöne kleine Freude bereiten.

In diesem Jahr wird die Geschenkaktion auch wieder Flüchtlingskindern in Erstaufnahmeeinrichtungen und Übergangswohnheimen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

Über die Möglichkeiten der Unterstützung, sei es in Sach- oder Geldspenden gibt es in einem weiteren Beitrag nähere Infos.

Mögen wir den Kindern – unserer Zukunft – einen glücklichen Moment schenken. 

Herzliche Salam

Caroline

Was ist das sogenannte „Abrogationsprinzip“ im Islam?

images

Wenn ich zu diesem Thema auf Google recherchiere, stoße ich auf keine akademischen, wissenschaftlichen, islamologischen oder islamisch-theologischen Inhalte oder Quellen. Stattdessen begrüßt mich von Seite 1 an Wikipedia und die einschlägigen Seiten, die dem Islam und den Muslimen von vornherein Abneigung und Ablehnung zeigen.

Was überhaupt ist dieses „Abrogationsprinzip“ und wofür ist es gut (oder auch nicht)? Nicht selten höre oder lese ich Fragen wie: welche Passagen im Koran haben Geltung und welche nicht?
Ich lese, dass es islamische Gelehrte und Theologen gibt – nicht seit jüngster Zeit, sondern seit der Entstehung des Islams – sich mit diesem „Abrogationsprinzip“ halfen, indem sie frühere Verse durch später entstandene Passagen des Korans für ungültig erklär(t)en.

Spontan würde ich sagen, dass das rein islamologisch nicht möglich ist, denn man kann dem Koran weder etwas wegnehmen noch ihm etwas dazu dichten. Was drin steht, bleibt auch drin.

Es gibt einen Vers, der zur Bekräftigung dieses so genannten Abrogationsprinzips genommen wird. Diesen habe ich mir durchgelesen und recherchiert, was Gelehrte in ihren Erläuterungen zu diesem Vers sagen:

Der Koranvers (16:101): „Und wenn Wir ein Zeichen anstelle eines (anderen) Zeichens eintauschen – und Gott weiß besser, was Er herabsenket -, sagen sie: >>(Das) erdichtest du nur.<<„

Der Koran weist den Einwand zurück, Zweifel an der Echtheit anderer Verlautbarungen zu haben (wie beispielsweise die Aussage in 18:27 „Und verlies, was dir vom Buch deines Herrn offenbart worden ist. Niemand wird Seine Worte abändern können.“), indem er auf das bessere Wissen Gottes um Seine eigene Offenbarung (vgl. 87:7) und auf Seine freie Verfügung über die Offenbarung hinweist (vgl. 17:86). Außerdem zielt die Aufhebung bestimmter Verse darauf, sie durch ähnliche oder bessere zu ersetzen:

(2:106) „Was Wir an Versen aufheben oder in Vergessenheit geraten lassen – Wir bringen bessere oder gleichwertige dafür. Weißt du denn nicht, dass Gott zu allem die Macht hat?“

Selbst der Prophet Muhammad saw besaß keine Vollmacht von Gott zur Abänderung dessen, was ihm von Gott selbst zur Verkündung mitgeteilt wurde:

(10:15) „Wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die nicht erwarten, Uns zu begegnen: >>Bring einen anderen Koran als diesen, oder ändere ihn ab. << Sprich: Es steht mir nicht zu, ihn von mir aus abzuändern. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird.“

Das Fazit ist, dass das sogenannte „Abrogationsprinzip“ keine theologisch festen Stand und unter keinen Umständen angewendet werden darf. Es ist eine Erfindung des Menschen, der den Koran für sich abändern und an Gottes Wort basteln möchte. Es entbehrt jeder islamologischen Grundlage.

Rezension: „Was machen Muslime an Weihnachten?“

 

20161011_140239

Der Islam ist innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem Reizthema geworden. Was auffallend ist, dass die meisten Diskussionen über „den Islam“ und „die Muslime“ in Deutschland weder auf tiefgründigem Wissen basieren noch es im Interesse vieler zu sein scheint ein Miteinander und Kennenlernen voneinander anzustreben. Jedoch genau das liegt im Kern Mazyeks Buches. Seine Zeilen erwecken im Leser neue Gedanken sich mit seinen Mitmenschen muslimischen Glaubens mehr zu befassen und sie näher kennenzulernen, da sie dem Leser erlauben herauszufinden, wie ähnlich man einander trotz unterschiedlicher Religionszugehörigkeit ist. Dieses Buch ist nicht akademisch, sondern eine persönliche Einladung, die informativ wie auch aufschlussreich ist.

Aiman Mazyek ist 1969 in Aachen als Sohn deutsch-syrischer Eltern zur Welt gekommen und hat Arabistik, Philosophie, Ökonomie und Politische Wissenschaft studiert. Zudem hat er zwischen 1993 und 1998 eine Reihe von Islamstudien bei anerkannten Theologen absolviert. Seit 2010 ist Mazyek Vorstandsvorsitzender des Zentralrats der Muslime.

Brücken bauen zur Verständigung

Auf den Titel „Was machen Muslime an Weihnachten?“ gibt Mazyek keine direkte Antwort, sondern lässt es offen. Als einzige Muslimin in meiner christlich geprägten Familie schmunzele ich über die Worte, denn auch als Muslime kann und wird Weihnachten gefeiert, in Anlehnung an den Propheten Jesus, der für die Muslime eine sehr bedeutende Rolle spielt.

Der Inhalt des Buches verspricht eine Vielfalt an Basisinformationen über den Islam und das Leben der Muslime in Deutschland. Da es den Anschein macht, die Mehrheitsgesellschaft redet über den Islam, jedoch kaum jemand fragt die Muslime selbst nach ihrer Religion, ist es umso wichtiger die Bereitschaft zu zeigen und über den Glauben aufzuklären. Einerseits dient das Buch der Aufklärung, andererseits auch der Versöhnung. Die Mühe Mazyeks lässt sich aus den Zeilen herauslesen, indem er regelmäßig Brücken schlägt, die die vielfältige Gesellschaft vereinen soll.

Unter dem Stichwort „Interreligiöser Dialog“ (S.270 ff.), schreibt Mazyek „Wir haben nur einen Gott“ und zeigt auf, dass Jesus eine wichtige Rolle im Leben der Muslime einnimmt, allein dadurch, dass seiner Mutter Maria (Maryam) eine ganze Sure im Koran gewidmet wird und dieser die Vorstellung der Jungfrauengeburt kennt. In geistiger wie religiöser Überlegung ist die Konsequenz von Gemeinsamkeit folgend: „Wenn die Christen an Weihnachten die Geburt von Jesus feiern, so ist das auch für die Muslime ein Freudentag wegen der hohen Wertschätzung die Isa – so das arabische Wort für Jesus – im Islam genießt.“.

Aufklärung schaffen und Vorurteile widerlegen

Der Inhalt des Buches ist umfangreich, denn Mazyek möchte aufklären und erläutern. Das ginge nur, indem man keine Standardantworten zu gängigen Fragen gäbe, sondern den Islam und seine Praxis in seiner Ausführlichkeit dem Leser zum Verständnis offenlegt. Es werden die Fundamente des Glaubens sowie kulturell übergreifend in andere Glaubensrichtungen angesprochen sowie bestimmte Irrtümer aufgeklärt. Bei Letzterem hätte ich mir eventuell ein wenig mehr gewünscht, jedoch ist der deutliche Ansatz einer Verständigungserklärung zu erkennen. Das Besondere an diesem Buch ist, dass abgesehen von der Vielfalt an Information, welches dieses beinhaltet, bestehende Vorurteile aufzudecken und zu widerlegen sowie dem Leser nahezubringen, was der Islam, seine Praxis und Rituale für die Muslime bedeuten und wie sich dieses im Alltag darstellt.

Nach einer persönlichen Erinnerung gibt Mazyek einen kurzen Überblick über die Geschichte des Islams, die Vielfalt der Interpretationen und der Praxis des Glaubens bevor er eine breite Darstellung der religiösen Fundamente – der fünf Säulen im Islam – und Aufklärung selektierter theologischer Begriffe aufzeigt. Dabei wird der Alltag der Muslime, die religiösen Feste und Traditionen beleuchtet und skizziert, welche Brücken schon gebaut wurden und welche noch in der Planung zur Umsetzung und Nutzung sind.

Fazit

Es gibt mehrere Zielgruppen, denen diese Lektüre zu empfehlen ist. Zum einen denen, die in der Öffentlichkeit stehen und eine Vorbildfunktion einnehmen, sei es im interreligiösen Bereich oder in der Flüchtlingspolitik. Zum anderen ist es denjenigen zu empfehlen, die eine gewisse Scheu oder gar Abneigung vor dem Islam bzw. den Muslimen haben und als letztere Zielgruppe würden Interessierte bei dieser Lektüre nicht zu kurz kommen, denn sie ist umfassend, aufklärend und spannend geschrieben. Mazyek wünscht sich ein Miteinander und bietet durch das Buch ein offenes Ohr an für alle, die sich informieren möchten.

Ein gesegnetes Aschura für die gesamte Menschheit

Hallo und Assalamu Alaykum,

asure1

 

 

ich wünsche allen, die es feiern bzw. diesem Tag auf individuelle und besondere Weise gedenken, ein gesegnetes Aschura. 

 

 

Der Name Aschura stammt aus dem arabischen Wort aschara und bedeutet „Zehn“, und ist der zehnte Tag des ersten islamischen Monats Muharram. Die Muslime feiern Aschura als Fest der Errettung der Arche Noah. Nach einem Ausspruch des Propheten Muhammad saw haben am zehnten Tag des Monats viele wichtige Ereignisse stattgefunden.

Einige dieser Ereignisse sind z.B.:

  • An diesem Tag wurden Adam und Eva für ihre Sünde im Paradies vergeben.
  • Josef wurde aus dem Gefängnis befreit, in welchem er wegen einer Verleumdung eingesperrt worden war.
  • Jakobs Augen, die wegen der Sehnsucht nach seinem Sohn Josef blind geworden waren, wurden geheilt.
  • Jesus wurde am Tag der Aschura in den Himmel erhoben.
  • Das rote Meer wurde geteilt, der Pharao samt seiner Armee darin versenkt und Moses mit seinem Volk Israel gerettet.
  • Am Ende der Sintflut setzte sich die Arche Noah auf dem Berg Al-Judi fest. Alle Menschen und Tiere in der Arche wurden vor dem Ertrinken errettet.

Aschura wird auch Noahs Festmahl genannt

Nach der islamischen Überlieferung schickte der Prophet Noah am Ende der Sintflut eine Taube aus der Arche. Sie brachte in ihrem Schnabel ein Ölblatt und an ihren Füssen Schlamm mit sich. Dadurch erkannte der Prophet Noah, dass die Sintflut vorbei war. Am Aschura Tag verließen alle Menschen und Tiere die Arche. Sie fasteten und dankten Allah für ihre Errettung und nahmen dies zum Anlass, diesen tag als einen Feiertag zu feiern. Nach einer Legende hat Noah, als er mit der Arche auf dem Berg Al-Judi landete, ein Festmahl aus allen noch in der Arche vorhandenen Lebensmitteln gekocht, da die Laderäume der Arche fast leer waren. Anschließend haben sie zusammen gefeiert. Bis heute gilt der Aschura- Tag frommen Gläubigen als heilig und wird fast in allen muslimischen Ländern festlich gefeiert

In der Türkei ist Aschura auch der Name einer Suppe, einer Süßspeise mit vielerlei Zutaten. . Das Aschure, auch Noahs Suppe oder Pudding genannt, wird in diesem Monat gekocht und an Verwandte, Nachbarn und insbesondere an arme Leute verteilt.

Die Besonderheit von „Noahs Suppe“

Das Besondere an Aschura ist, dass es aus völlig unterschiedlichen Zutaten zubereitet wird:

Die Zusammensetzung der unterschiedlichen Zutaten wie Weizen, Bohnen, Reis, Kichererbsen, Feigen, Rosinen, Walnüsse, Mandeln und Zucker führt zu einem außergewöhnlichen, süßen Geschmack. Der Geschmack des einzelnen Frucht und Beilage wird wahrgenommen und geht nicht verloren. Eine Überdeckung eines Einzelgeschmacks im fertigen Gericht findet nicht statt. Gerade diese Besonderheit macht Aschura so interessant.

Aschura stellt uns Menschen ein Beispiel dar, indem aus unterschiedlichen Teilnehmern der verschiedenen Religionen und Kulturen ein Sammelwerk entstehen kann, wobei jeder als Bereicherung fungiert und die eigene Identität bewahrt. Dieses Ereignis, das im alten Testament wieder zu finden ist, hat auch im Islam seine Bedeutung und Stellenwert. Im Rahmen des Aschura- Festes wird an die Errettung der Menschheit erinnert und dabei festlich gefeiert.

Dies ist eine Basis, auf der Juden, Christen und Muslime gemeinsam handeln können.

Seid Ihm anvertraut, wer immer Ihr seid, wo immer Ihr herkommt, woran auch immer Ihr glaubt.

Herzliche Salam

Caroline

Einzige Muslimin in der Familie und Umrah/ Hadsch-Wunsch

Wichtige Fragen zur Umrah und zum Hadsch:

Es gibt viele Frauen, die – wie ich – erst im erwachsenen Alter Musliminnen geworden sind. Viele von uns sind die einzigen Musliminnen in unseren Familien. Immer öfter gehen wir konvertierten Musliminnen Beziehungen und/ oder Ehen mit nichtmuslimischen Partnern ein, somit bleiben wir auch erst einmal die einzigen Musliminnen in unseren mehrheitlich christlich oder atheistisch geprägten Familien. Das tut unserem Glauben keinen Abbruch – meistens zumindest – und wir leben und praktizieren unseren Glauben mit Herz und Verstand.

Irgendwann kommt bei der einen oder der anderen der Wunsch auf, die Umrah (kleine Pilgerfahrt) oder den Hadsch (große Pilgerfahrt – eine Säule im Islam) durchzuführen. Leider ist es so, dass es für Frauen noch immer einschränkende Bestimmungen zu geben scheint, die es uns erschweren, auf diese Reisen zu gehen:

Frauen dürfen nicht ohne Mahram – männlicher Verwandter, den man nicht heiraten kann – einreisen, es sei denn, sie sind über 45 Jahre alt.

-> Gibt es Alternativen, die Frauen in der obig erklärten Situation nutzen können?

-> Muss ich wirklich bis 45 Jahre warten, dass ich als Frau Umrah machen darf? Was ist, wenn mir vorher etwas passiert und ich diese Möglichkeit nicht mehr habe zu reisen?

Frauen (und Männer) dürfen nicht auf Umrah oder Hadsch gehen, wenn sie einen israelischen Stempel in ihren Reisepässen haben.

-> Wird hier Religion mit Politik verwechselt? – ich war in 2012 für einen Tag in Haifa (Israel) und habe natürlich einen Stempel in meinem Pass. Deswegen nicht auf Umrah oder Hadsch gehen zu können, ist für mich sehr fragwürdig.

-> Bedeutet das, ich muss mir für die Umrah/ den Hadsch einen neuen Reisepass besorgen?

Es sind mir derzeit ganz wichtige Fragen, deshalb bitte ich sehr höflich Antworten von wissenden Menschen, damit nicht nur ich, sondern auch andere davon profitieren. Vielen Dank. Gott segne Euch..

Opferfestgrüße 2016

Hallo und Assalamu Alaykum,

14265081_10154405717831590_1016622171506723272_n

 

 

 

 

 

 

Ich wünsche allen Musliminnen und Muslimen ein gesegnetes Opferfest.

To all Muslims out there, known and unknown: Wishing you a blessed ‚Id.

Kurban Bayramınız hayırlı ve mübarek olsun.

العيد المبارك

Es ist das Fest der Annäherung und des Teilens.

LG und Salam

Caroline

„Burkini: Stoff-Tatsachen ins Auge blicken“ Ein Beitrag von mir im DTJ

Hallo und Assalamu Alaykum,

hier ein Beitrag von mir zu aktuellen Burka-Burkini Debatte:

Und all das für ein Stück Stoff?

Man ist langsam der Debatte müde und wo man hinschaut, liest man von jedem, sei es aus muslimischer oder nichtmuslimischer Seite, dass diese Burka-Debatte weder einen sinnvollen Anfang hatte noch ein kluges Ende finden wird. Wenn man realistisch ist, bemerkt man, dass es sich hierbei um eine Scheindebatte handelt, die aufgrund von anti-muslimischen Ressentiments in der europäischen Bevölkerung geführt wird, und in der es eigentlich um Muslime und ihren Glauben, und nicht um ein Stück Stoff, geht. In Konsequenz fühlen sich die Muslime, insbesondere Musliminnen durch solche Diskussionen ausgegrenzt. Fakt ist, dass es in der Debatte um die Burka und den Burkini nicht um innere Sicherheit, Frauenrechte oder Religionsfreiheit geht, sondern darum, eine Religion zu diffamieren und gegen ihre Anhänger, insbesondere in diesem Fall Anhängerinnen, Stimmung zu machen…“

Hier der Link zum Weiterlesen:

Burkini: Stoff-Tatsachen ins Auge blicken

Herzliche Grüße

Caroline

Offene Koran-Runde in Bremen

Hallo und Assalamu Alaykum,

es ist wieder soweit:

12983222_1309695335712907_8506239342049632673_o

 

Die nächste offene und informelle Koran-Runde findet diesen Freitag im Infopoint Islam Bremen statt.

 

 

Thema: „Der Umgang mit den sozialen Medien im Kontext und Verständnis des Korans.“

In entspannter Atmosphäre tauschen wir uns aus.

Jeder ist herzlich willkommen. 🙂

Bis Mittwoch, den 03. August, bitte anmelden. Vielen Dank.

LG und Salam
Caroline

__________________________________________________________________________

Infopoint Islam
Obernstraße 16
28195 Bremen
http://www.caroline-neumueller.de

Warum die beste Zeit zur Begleichung der Zakat direkt nach dem Fastenmonat Ramadan ist

13680698_10154240152591590_880850986015189581_n

Die jährliche Pflichtabgabe – Zakat – ist kein freiwilliges Almosen, sondern eine rituelle und von Muslimen willentlich und bewusst geleistete, gottesdienstliche Pflichthandlung, die außerdem ein Recht der Armen und Bedürftigen ist. Interessant in diesem Kontext zu wissen ist, dass diese Pflicht so ernst genommen wird, dass theologisch betrachtet das Einbehalten dieser 2,5% Diebstahl bedeutet.

Zakat bedeutet, dass das eigene Vermögen von dem Anteil gereinigt wird, der der Allgemeinheit zusteht. Wichtig zu wissen ist, dass Vermögen nicht gehortet werden soll, sondern für alle Mitmenschen ein Nutzen ist.

Ab einer bestimmten Vermögensgrenze sind Musliminnen und Muslime dazu verpflichtet, jährlich 2,5% – 1/40 – ihres Vermögens, welches nicht zum täglichen Leben benötigt wird (Gespartes, Einkünfte, Erbe o.ä.) an Bedürftige abzugeben, auch wenn das Kapital insgesamt damit abnimmt.
Die Zakat leistet aus muslimischer Sicht einen wichtigen Beitrag dazu, den Menschen vor Geiz und Habgier zu schützen, denn auch wenn Einkünfte und Besitz im Islam legitim sind, so verpflichtet Eigentum aus islamischer Perspektive mit anderen zu teilen.

Wenn folgende Bedingungen eingehalten werden, ist man in der Pflicht die Zakat zu zahlen: 1. Wenn man Muslimin bzw. Muslim ist; und 2. Wenn man in Vollbesitz ist und volle Verfügungsgewalt über Besitz hat, das entsprechend seiner Art die verpflichtende Abgabegrenze zum Zakat-Geben erreicht, während der Dauer eines Jahres. (Reidegeld, S. 527).

Die Empfängergruppen der Zakat sind im Koran bestimmt:

„Die Almosen sind nur für die Armen, die Bedürftigen, diejenigen, die damit beschäftigt sind, diejenigen, deren Herzen vertraut gemacht werden sollen, (den Loskauf von) Sklaven, die Verschuldeten, auf Allahs Weg und (für) den Sohn des Weges, als Verpflichtung von Allah. Allah ist Allwissend und Allweise.“ (Koran, 9:60)

Laut Reidegeld sind folgende Personengruppen damit gemeint (Reidegeld, S. 543):

1. Die absolut Armen, die gar nichts besitzen, auch nicht einmal das Existenzminimum, welches Nahrung, Kleidung und Unterkunft betrifft.
2. Die Armen und Bedürftigen mit Existenzminimum, jedoch auch diejenigen, die mehr brauchen, dadurch, dass sie ungewollt verschuldet sind etc.
3. Diejenigen, die mit der Sammlung und Verteilung der Zakat beschäftigt sind.
4. Die, deren Herzen gewonnen werden sollen; damit sind Menschen gemeint, die Muslime werden möchten, aber durch ihren Eintritt möglicherweise Verluste erleiden könnten.
5. Die Sklaven und Unfreien – geschichtlich bedingt. Diese Gruppe gibt es heute nicht mehr.
6. Diejenigen, die durch Schuldenaufnahme zu erlaubten Zwecken bedrückt werden.
7. Diejenigen, die auf dem Wege Gottes kämpfen, d.h. die die Muslime gegen Angriffe im echten Kampf verteidigen.
8. Diejenigen, die sich auf Reisen befinden, die zu erlaubten oder guten Zwecken stattfinden.

Es gibt unterschiedliche Standpunkte, wie die Zakat gegeben werden soll. Findet man jemanden von jeder oben genannten Gruppe, so sollte ihnen allen etwas von der Zakat gegeben werden. Hierzulande leben wir in keinem islamischen Rechtsstaat, deshalb ist es des Einzelnen Pflicht nach bestem Gewissen und Gewissen seine Zakat abzugeben. Es ist nicht notwendig, innerhalb einer Gruppe etwas zu geben, sondern es sollte nach wirklich akuten Bedürfnissen entschieden werden. Wer aus dieser Pflichtabgabe unterstützt wird, ob Muslim oder nicht, ob in Notlagen vor Ort oder in der Ferne, ist nicht vorgeschrieben, denn einzig und allein entscheidend ist, dass jemand bedürftig ist.

Es gibt verschiedene Meinungen zum bestmöglichen Zeitpunkt des Begleichens der Zakat, da es sich immer um die individuelle finanzielle Situation sowie sein Beruf und/ oder sein Handwerk handelt. Meiner Meinung nach ist es für jemanden in der Landwirtschaft oder auch in der Viehzucht wichtig den Abgabetermin der Zakat so zu terminieren, dass es wahlweise nach einem Verkauf, nach einer Schlachtung, nach einer Ernte und Verkauf am Sinnvollsten erscheint die Berechnungen des Einkommens und Vermögens mit Abzug der Zakat zu leisten, während jemand, der sich im kaufmännischen, wissenschaftlichen und medizinischen Bereich etabliert hat, seinen Abgabetermin freier aussuchen und festhalten kann.

Nachdem ich mich eigenständig mit der Zakat beschäftigte, was sie für mich bedeutet und wie ich mit ihr umzugehen habe, entschied ich mich nach nicht allzu langer Überlegung, dass der bestmögliche Zeitpunkt meiner jährlichen Pflichtabgabe zum Ende oder kurz nach Ende des Fastenmonats Ramadan sein würde. Da der Ramadan eine Reinigung von Körper und Seele ist, fällt es mir nicht schwer die Reinigung meines Besitztums vorzunehmen und damit meiner Pflicht der Abgabe der Zakat nachzukommen. Es ist, als ob sich der Kreis der Reinigung damit schließt und in Einklang gerät, wenn Körper, Geist und Vermögen sich gereinigt haben und zum Guten verwendet werden.