Sexualisieren von kleinen Mädchen durch das Kopftuch

Hallo und Assalamu Alaykum,

Mir ist es egal, ob eine muslimische Frau Kopftuch trägt oder nicht. Es ist ihre freie Entscheidung (bzw. sollte es sein), ob sie es tragen möchte oder nicht. Ich unterstütze beide Entscheidungen.

Was ich nicht unterstütze, sondern sogar absolut anprangere ist, wenn kleine Mädchen Kopftuch tragen. Ja, es mag vielleicht die Entscheidung des Mädchens sein, aber ich persönlich glaube, dass der Einfluss der Erwachsenen viel größer als die Entscheidungsfreiheit kleiner Mädchen ist.

Jedes Mal, wenn ich ein kleines Mädchen mit Kopftuch sehe, bekomme ich einen ungutes Gefühl in mir, das ich am Liebsten den Verantwortlichen vor die Füße werfen möchte.

Wenn man kleinen Mädchen ein Kopftuch aufsetzt, wird es nicht durch das Stück Stoff beschützt. Es wird sexualisiert. Schon mal darüber nachgedacht?

Ich bin gegen das Sexualisieren von Kindern.

Lasst Kinder ihre Kindheit leben und zwängt sie nicht in die Rolle von kleinen Erwachsenen. Das sind sie nämlich nicht.

LG und Salam

Caroline

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Hannibal-Nurs Ramadan-Wichteln 2016

Hallo und Assalamu Alaykum,

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in den vergangenen vier Jahren habe ich über meinen Blog ein jährliches Ramadan-Wichteln veranstaltet und angeboten.

 

 

Dieses Jahr möchte ich die Tradition des „Hannibal-Nur Ramadan-Wichteln“ zum fünften Mal aufleben lassen.

Wie jedes Jahr ist das Ramadan-Wichteln ein voller Erfolg gewesen, da es uns Musliminnen und Muslime wie auch Anders- und Nichtgläubige in dieser besonderen Zeit näher gebracht hat.

Das Wichteln, besser auch als Julklapp bekannt, ist kein religiöser, sondern eher traditioneller Brauch im Abendland. Der Wichtel ist dafür bekannt, dass er bzw. sie für jemanden anderen etwas Gutes tut. Somit möchte ich in diesem Ramadan die Möglichkeit geben, dass wir uns gegenseitig zum Eid al-Fitr/ Bayram/ Fastenbrechenfest mit einer Kleinigkeit erfreuen.

Der/ die EmpfängerIn weiß nicht, von wem er bzw. sie erfreut wird, aber es ist eine Geste der Freundlichkeit und Sympathie.

Im Vordergrund steht nicht der finanzielle Wert des Geschenkes, sondern sein persönlicher Wert, da der/ die Wichtelnde Mühe, Zeit und Gedanken aufbringt, was er oder sie schenken kann. Also, die Originalität des Geschenks ist weitaus wichtiger als der Preis.

Es kann jeder mitmachen, der/ die Interesse am Ramadan-Wichteln hat, aber Spielregeln gibt es dennoch, die eingehalten werden müssen, so dass es organisiert bleibt:

1. Wenn Du bei *Hannibal-Nurs Ramadan-Wichteln 2016* mitmachen möchtest, dann schreibe mir eine Email unter info@caroline-neumueller.de mit dem Betreff „Hannibal Nurs Ramadan-Wichteln 2016“. In dieser Mail schreibst Du Deinen Namen und Deine Postanschrift.

2. Anmeldung zur Teilnahme endet am (!) 23. Juni (!). Nach diesem Datum werden keine Anmeldungen mehr angenommen.

3. Am 24. Juni nehme ich die Auslosungen vor, und jede(r), der bzw. die mitmacht, bekommt eine Email von mir mit dem Namen und der Adresse der Person, die zu bewichteln ist.

4. Die Kosten für *Hannibal-Nurs Ramadan-Wichteln 2016* sind maximum €10 (ohne Porto). Wer mehr ausgeben möchte, kann das gerne machen, aber dieser Betrag ist eigentlich ausreichend, um jemanden eine kleine, aber feine Freude zu Eid al-Fitr/ Bayram/ Fastenbrechenfest zu machen.

5. Bitte nur mitmachen, wenn Ihr auch gewillt seid Euer Geschenk ins Ausland zu schicken. Vielleicht erhaltet Ihr ja auch etwas aus dem Ausland. Das macht das Wichteln dann noch spannender.

6. WICHTIG! Wer mitmacht, muss auch fair sein und sein Wichtelgeschenk wirklich verschicken!

7. Thema des Ramadan-Wichtelns
Alles, was zu Ramadan, Islam, Orientalisches, Gebäck, Süßes, etc. passt. Wenn bestimmte Wünsche sind, bitte in der Email an mich angeben.

geschenkSo, nun hoffe ich, dass soweit alles verstanden worden ist, und wer Lust hat mitzumachen und sich von jemandem Fremden oder auch nicht ganz so Fremden überraschen zu lassen, der/ die darf sich bei mir melden.

 

Ich wünsche allen einen weiterhin wunderschönen, spirituell bereichernden und gesegneten Ramadan.

LG und Assalamu Alaykum

Eure Caroline 😀

Orlando, Kopftücher und Aufschrei benötigt

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Guten Morgen und Salam,

nach dem gestrigen furchtbaren Anschlag in Orlando und den jetzt schon bestehenden Hasstiraden auf Musliminnen und Muslime, die sich innerhalb kurzer Zeit wie ein Lauffeuer verbreiten, war ich heute morgen nahe dran meinen Ramadan-Hijab abzulegen, um in der Öffentlichkeit nicht als Muslimin erkennbar zu sein.

 

Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, habe ich mich dagegen entschieden, denn mit dem Ramadan habe ich mir die Aufgabe gestellt das Kopftuch zu tragen, sei es aus spirituellen Gründen, aber auch, um herauszufinden, wie unsere Umgebung auf das Tragen von Kopftüchern in der Gegenwart reagiert.

Die erste Reaktion, die ich heute morgen aus meinem Auto heraus von einem adrett gekleideten Herrn auf einem Fahrrad erhielt – ich hatte mein Fenster geöffnet – war: „Scheiß-Muslimin. Verpiss Dich.“

Ja, ich habe extrem schlucken müssen, denn nicht nur das widerfährt einem als Muslim(in) in der heutigen Zeit.

Gestern Abend musste ich mich zu meinem Leidwesen von einer FB-Bekannten wieder vorhalten lassen, ich müsse als Konvertitin ja genau wissen, worauf ich mich bei der Annahme des Islams eingelassen habe. Weitere persönlich gewordene Sticheleien folgten, so dass ich leider Abschied nehmen musste. Auf meiner PW dulde ich es nicht, wenn man gegen andere oder meine Wenigkeit persönlich wird. Wenn es Kritik gibt, ist diese berechtigterweise anzumerken, dennoch sollte damit konstruktiv umgegangen werden. Alles andere wird bei mir mit Konsequenzen geahndet.

Heute verstehe ich das Kopftuch für mich als Last und doch werde ich es weiter den Ramadan hindurch tragen, um ein Zeichen meines Glaubens zu setzen. Mein Motto ist nach wie vor:
Ich lasse mir meinen Glauben nicht kaputt machen, weder durch Anders- oder Nichtgläubige, Ex-Muslime, oder auch Glaubensgeschwister, die unsere Religion mit Füßen treten und in den Dreck ziehen. Der Glaube ist etwas besonderes. Er lehrt uns soviel. Deshalb ist es wichtig Geduld zu haben und Gemeinschaft, oder vielmehr Zusammenhalt, zu zeigen.

Hier ist keine Opferrolle am Start, sondern eine ganz normale Muslimin, die sich wünscht, dass wir Musliminnen und Muslime endlich mal Flagge zeigen, uns zusammenraufen, uns gegenseitig unterstützen und der Gesellschaft wirklich zeigen, was unser Glaube uns wirklich lehrt. Es muss einen kollektiven Aufschrei aus der muslimischen Community geben und nicht nur Statements von einzelnen bekannten Musliminnen und Muslimen.

„…Allah ändert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist…“ (13:11)

LG und Salam,

Caroline

Wir muslimische Frauen…

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Wir muslimische Frauen sind durch Gott erschaffene individuelle, starke, selbstbewusste, im Geiste und in der Körperlichkeit unabhängige Wesen, die als solches ihren wichtigen und rechtmäßigen Platz an der Seite und auf gleicher Augenhöhe mit den Männern haben.

 

 

Uns zu einem Platz zu verweisen, uns als schwach, emotional und schutzbedürftig zu „degradieren“ ist ein maskulines Phänomen, was nicht Gott gewollt ist. Wir können, dürfen und sollen die gleichen Funktionen wie Männer aufnehmen und verrichten können, sofern es in unseren Möglichkeiten gegeben ist.

Dass wir menstruieren, schwanger werden, Geburten erleben beeinträchtigt uns nur temporär körperlich, aber selten vom Geiste, und auch das ist eben nur vorübergehend.

Das heißt, wir Frauen haben die gleichen von Gott geschenkten Möglichkeiten und Fähigkeiten im Geiste und darüber hinaus haben wir die Gaben erhalten, die uns so besonders und ausmachen, wie Feinfühligkeit, Gesinnung, Zwischenmenschlichkeit, Hingabe, Wärme und Liebe geben. Wir sind nicht das schwächere Geschlecht, das man uns gerne glauben lässt.

Unsere Stärke liegt darin, alles, was uns geboten wird, zu meistern, und oft darüber hinaus, also über unsere Grenzen zu gehen.

Es gab übrigens nach dem Gelehrten al-Qurtubi, der ein berühmter sunnitischer Gelehrter gewesen war, eine Prophetin: Maria, denn sie empfing Offenbarung von Gott vermittels eines Engels so wie alle anderen Propheten. Vgl. Sure 3:42.

Gesegneten Ramadan

Hallo und Assalamu Alaykum,

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ich wünsche allen

einen wunderschönen und gesegneten

Ramadan.

 

Möget Ihr die Nähe Gottes mit Euren guten Taten verspüren und möge Er unser Fasten und/ oder unsere guten Taten annehmen und unsere Gebete erhören. Amin.

Liebe Grüße und Salam

Caroline (Hannibal Nur)

Gesegneten Freitag – Djuma Mubarakah

Hallo und Assalamu Alaykum,

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Gesegneten Freitag wünsche ich Euch allen. 

Da Ramadan in wenigen Tagen beginnt, hier ein Tipp des Propheten Muhammad für die Fastenden, aber auch Nichtfastenden, wie man vernünftig isst:

„Fülle Deinen Bauch mit einem Drittel Speise, mit einem Drittel Trank, und das letzte Drittel, das fülle mit Luft.“

Liebe Grüße und Salam

Caroline (Hannibal-Nur) 🙂

Der Freitag und seine Besonderheit im Islam

Hallo und Assalamu Alaykum,

viele wissen nicht um die Bedeutung des Freitags im Islam, deshalb hier ein interessanter Text, der Aufschluss darüber gibt.

Viel Spaß beim Lesen. 🙂

Sakirin Moschee in Istanbul

Dschumu’a: Tag der Versammlung

Liebe Grüße und Salam

Caroline