Nachdenken im Qur’an

Hallo und Assalamu Alaykum,

Du bist, was du denkst! So lautet eine berühmte Weisheit.

Die Welt des Denkens ist vielfältig und ist der menschlichen Verstandeskraft keine Grenzen gesetzt. Aber wie denkt man? Denken bedeutet geistige

Modelle bilden und / oder zueinander in Beziehung setzen. Denken kann in oder mit einer Sprache kommuniziert werden. Die Psychologie bezeichnet also das Denken als die Sprache des Geistes. Und mit dieser Sprache werden die Muslime bzw. eigentlich alle Menschen dazu aufgefordert mit Gott in Verbindung zu treten, anzubeten, sich an Ihn zu erinnern, zu rühmen usw.

Quran

 

Sehr viele Qur’anverse und Traditionen des Propheten Muhammad und seiner Familie sprechen die Relevanz und Gewichtigkeit des Gottes Gedenken an. In ca. 300 Versen des heiligen Qur’an ist vom Nachdenken die Rede.

 

Der Prophet setzt eine Stunde Nachdenken sogar mit ein Jahr Beten (in anderen Überlieferungen, heißt es sogar 70 Jahre oder 1000 Jahre) gleich und sogar noch besser.

In unzähligen Versen kommt dieser Satz „auf das sie nachdenken mögen.“ vor. Das zeigt, dass der Qur’an selber ein Buch des Dhikrs, des Gedenkens ist, welcher auch einer seiner Namen ist. Hier sind einige Beispiele, die den Leser explizit auffordern nachzudenken:

„Er lässt euch damit Getreide wachsen, und Ölbäume, Palmen, Rebstöcke und von allen Früchten. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die nachdenken. Und Er hat euch die Nacht und den Tag, die Sonne und den Mond dienstbar gemacht; und (auch) die Sterne sind durch Seinen Befehl dienstbar gemacht worden. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die begreifen. Und (dienstbar gemacht ist auch,) was Er euch auf der Erde in unterschiedlichen Farben hat wachsen lassen. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die bedenken.“ (Qur’an 16:11)

„Sie befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: „In beiden liegt großes Übel und Nutzen für die Menschen. Doch ihr Übel ist größer als ihr Nutzen.“ Und sie befragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: „Den Überschuß.“ So macht euch Allah die Zeichen klar, damit ihr nachdenken möget.“ (Qur’an 2:219)

„Siehst du nicht, wie Allah das Gleichnis eines guten Wortes prägt? (Es ist) wie ein guter Baum, dessen Wurzeln fest sind und dessen Zweige bis zum Himmel (ragen). Er bringt seine Frucht zu jeder Zeit mit der Erlaubnis seines Herrn hervor. Und Allah prägt Gleichnisse für die Menschen, auf dass sie nachdenken mögen.“ (Qur’an 14:25)

„Das Gleichnis des irdischen Lebens ist nur wie das Wasser, das Wir aus den Wolken herabsenden; damit vermischen sich dann die Gewächse der Erde, wovon Mensch und Vieh sich nähren, bis zu ihr – wenn die Erde ihren Prunk angelegt und sich schön geschmückt hat und ihre Bewohner glauben, sie hätten Macht über sie – Unser Befehl in der Nacht oder am Tage kommt und Wir sie zu einem niedergemähten Acker machen, als wäre sie nicht am Tage zuvor gediehen. Also machen Wir die Zeichen für die Leute klar, die nachdenken.“ (Qur’an 10:24)

„(Wir entsandten sie) mit den deutlichen Zeichen und mit den Büchern; und zu dir haben Wir die Ermahnung herabgesandt, auf daß du den Menschen erklärest, was ihnen herabgesandt wurde, und auf dass sie nachdenken mögen.“ (Qur’an 16:44)

„Und dein Herr hat der Biene eingegeben: „Baue dir Häuser in den Bergen und in den Bäumen und in dem, was sie errichten. Dann iss von allen Früchten und folge den Wegen deines Herrn, (die Er dir) leicht gemacht hat.“ Aus ihren Leibern kommt ein Trank, mannigfach an Farbe. Darin liegt ein Heilmittel für die Menschen. Wahrlich, hierin ist ein Zeichen für Leute, die nachdenken.“ (Qur’an 16:69)

„Und Wir haben es (das Wasser) unter ihnen verteilt, auf dass sie darüber nachdenken mögen.“ (Qur’an 25:50)

„Und Er hat das für euch dienstbar gemacht, was in den Himmeln und auf Erden ist; alles ist von Ihm. Hierin liegen wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.“ (Qur’an 45:13)

„Hätten Wir diesen Qur’an auf einen Berg herabgesandt, hättest du gesehen, wie er sich gedemütigt und aus Furcht vor Allah gespalten hätte. Und solche Gleichnisse prägen Wir für die Menschen, auf daß sie nachdenken mögen.“ (Qur’an 59:21)

Ob letztendlich der Leser bzw. die Leserin zum Nachdenken angeregt wird, liegt allein an seiner oder ihrer Einstellung. Hier habe ich nur einige von vielen Beispielen genannt, in denen die Leser zum Nachdenken aufgefordert werden, eben ihren Verstand einzusetzen.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

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