♥ Djuma Mubārakah ♥

 

Hallo und Assalamu Alaykum,

Cuma

 

ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Freitag.

 

 

„Der Qur’an – Ein Gelehrtentext oder Wegweiser für alle?“

Das Wort Gottes für sich zu beanspruchen, das ist ein schwerer und steiniger Weg, und doch erlauben sich viele dieses Recht für sich zu vereinnahmen bzw. andere darauf hinzuweisen oder gar zu ermahnen, nicht selbständig den Qur’an zu lesen, zu verstehen oder gar zu interpretieren. Eigentlich weiß man gar nicht, an welchem Qur’anverständnis man sich orientieren soll. Es gibt unzählige sinngemäß übersetzte Qur’anexemplare, inklusive der Qur’anexegese (Tafsire, Kommentare und Erläuterungen), und selbst wenn man sich – sollte man der arabischen Sprache wirklich mächtig sein (rund nur 1/5 aller Muslime ist fließend Arabisch sprechend, was aber nicht gleichbedeutend mit dem Verständnis des Qur’anoriginals ist) – wird man bei einigen Auslegungen Traditionen und Aberglaube in den Meinungen der Qur’angelehrten finden. Deshalb ist es wichtig, dass sich jeder einzelne Mensch, der Interesse an der Wahrheit des Qur’ans hat, mit ihm auch persönlich beschäftigt.

Der Qur’an ist eine göttliche Offenbarung. Er ist Gottes Wort. Er ist unveränderlich. Seine Interpretation ist jedoch vielfältig, und, nicht zu vergessen, das Werk von uns Menschen. Manch einer würde nun sagen, dass es den Menschen nicht erlaubt sei Gottes Wort zu verstehen bzw. zu interpretieren. Diese Aufgabe solle man „gelehrten“ Menschen überlassen und sich dann an deren Meinungen und Verständnis des Wort Gottes orientieren und halten. Natürlich gibt es Menschen, die besser als andere verstehen, deshalb sollte man das Wissen von ihnen nutzen, wenn man selbst etwas nicht versteht und sich aufklären lassen möchte. Es gibt eine Überlieferung von Buchary, die besagt folgendes:

SonnenstralDer Prophet (saw) sagte folgende Worte in seiner Abschiedspredigt: „Mögen die Anwesenden die Abwesenden davon mitteilen, vielleicht sind unter ihnen jene, die es besser verstehen.“

Das bedeutet allerdings im Klartext, dass es nicht die sind, die den Qur’an besser auswendig lernen oder rezitieren, sondern die ihn besser verstehen können. Die Vernunft und das Verstehen wird hierbei ausdrücklich vom Propheten bestätigt. Und was die Vernunft und das Verständnis angeht, liegt, wie man bekanntlich weiß, im Auge des Betrachters.

Der Qur’an ist ein Text, der den Leser (ganz gleich, ob Mann oder Frau) zum Lesen, Sinnieren, Nachdenken bringen soll, und er zeigt das dem Leser in vielen Beispielen, indem er den Leser dazu ausdrücklich auffordert:

Quran„Wollen sie denn nicht versuchen, diesen Qur’an zu verstehen? Wäre er von irgendeinem anderen als Gott ausgegangen, hätten sie darin sicherlich manch inneren Widerspruch gefunden!“ (Qur’an 4:82)

 

oder auch

Quran

„Wahrlich, die schlimmsten aller Geschöpfe in der Sicht Gottes sind jene Tauben, jene Stummen, die ihren Verstand nicht gebrauchen.“ (Qur’an 8:22)

 

Den Qur’an zeitgemäß, also im Hier und Jetzt, zu lesen, ihn zu reflektieren, und ihn auszulegen ist nicht überall selbstverständlich; auch nicht in Deutschland. Eigentlich ist es sehr schade, dass selbst hier Schranken aufgebaut werden, obwohl Gott zu uns spricht, dass wir alle unseren Verstand nutzen sollen. Die Wurzel der Herausforderung (ich sage nicht Übel, da es auch gute Seiten hat) ist, dass es viele Muslime gibt, die Gelehrten folgen, deren Meinungen aus den Zeiten vorheriger Jahrhunderte stammt. Das muss nicht verkehrt sein, allerdings kann es in mancherlei Hinsicht durchaus fatale Folgen haben, wenn man sich nur „zurückbesinnt“ und nicht in der Gegenwart Gottes Wort mit Verstand und Reflektion begegnet.

Es gibt Qur’anexegesen aus der Zeit des Propheten (saw), aus der Zeit nach seinem Tod, aus der Blütezeit des Islams, sowie dem Mittelalter – sie mögen zum jeweiligen Zeitpunkt passend gewesen sein, jedoch muss das nicht automatisch für unsere Gegenwart gelten.

Das Verstehen und (Er-)Leben des Qur’ans ist meiner Meinung nach dem „normalen“ Muslim von anderen Muslimen erschwert worden. Viele Gelehrte haben den Muslimen die Religion erschwert, indem sie Gebote und Verbote aufgestellt haben (und es noch immer tun), die untragbar und nicht im Sinne von Gottes Wort sind. Der Muslim an sich hat somit schon fast den Durchblick, was den Qur’an angeht, verloren; und was noch viel schlimmer ist: er hat schon teilweise den Mut verloren, sich selbst den Qur’an zu eigen zu machen, um ihn selbständig als Wegweiser zu nutzen, obwohl Gott den Menschen im Qur’an genau dazu aufruft.

Es gibt, wie ich gelesen habe, drei Sorten Islam: a) der Islam im Qur’an, b) der kulturelle Islam, und c) der orthodoxe Islam. Komisch, oder? Eine Religion, und doch mehrere Auffassungen? Da rühren zu viele Köche in einem Brei herum. Irgendwann wird er einfach ungenießbar. Eine schwierige Situation. Ich sage nicht, dass wir keine Gelehrten brauchen. Ich lehne sie auch nicht ab, aber ich denke, dass man sie weise und mit Bedacht auswählen muss. Das bedeutet, auch in dieser Wahl muss der Verstand eingesetzt und genutzt werden. Das wiederum führt uns zurück zum Qur’an, welcher uns andauernd zum Nachdenken auffordert.

Eigentlich nützt einem der Qur’an überhaupt nichts, wenn man ihn nur hin und wieder entstaubt und dann meint damit Gott gedient zu haben. Wenn man das Wort Gottes nicht liest, wird man zu keinen eigenen Erkenntnissen kommen. Die Frage ist, warum nur wird der Qur’an kaum noch gelesen? Weil einem permanent eingetrichtert wird, man dürfe das nicht, man müsse ja den Gelehrten diesen Vorrang geben, schließlich hätten sie das Wissen, der Laie aber nicht. Es sind nicht nur die Gelehrten, die einem indirekt mitteilen, dass man auf sie „hören“ soll. Es sind auch ganz normale Muslime, wie Du, der bzw. die gerade meinen Text liest, die einen versuchen davon abzuhalten den Qur’an selbständig zu verstehen und zu interpretieren. Dabei steht im Qur’an etwas ganz anderes, und zwar das erste Gebot für den Menschen:

Qurantruhe„LIES im Namen deines Erhalters, der erschaffen hat – den Menschen erschaffen hat aus einer Keimzelle! Lies – denn dein Erhalter ist der Huldreichste, der (den Menschen) den Gebrauch der Schreibfeder gelehrt hat – den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste!“ (Qur’an 96:1-5)

Es ist eigentlich ganz interessant, was man alles im Qur’an herausfindet. Es offenbaren sich einem Dinge, die jedem selbsterklärend sind, und bei denen schnell ein „Aha“-Erlebnis zustande kommt. Der Qur’an sagt zum Beispiel das Gegenteil von dem, was so manche Gelehrte lehren (diese müssen sich nämlich eigentlich in ihrer Lehre hüten den Gläubigen irgendetwas von ihrer Meinung aufzuzwingen, sondern nur, wenn gewünscht, präsentieren):

Quran

 

„Sie haben sich ihre Schriftgelehrten und Priester zu Göttern genommen neben Gott…und doch war ihnen geboten, keinen anzubeten als den Einen Gott, außer dem es keine Gottheit gibt. Allzu heilig ist Er für as, was sie (Ihm) zur Seite stellen.“ (Qur’an 9:31)

 

Es ist sicherlich schwierig ganz ohne Gelehrte auszukommen, und wie ich obig schon vermerkt habe, ist es sinnvoll den Gelehrten zu „folgen“, an die man glaubt, die auch wirkliche „Diener Gottes“ sind und nicht nur Meinungen und Fatawa, wie es ihnen beliebt, in die Welt setzen. Ihre Arbeit muss im Sinne des Allmächtigen und Barmherzigen sein. Man muss sich bei ihnen aufgehoben fühlen. Ich kenne derzeit nur eine Handvoll von Gelehrten (inklusive schon verstorbener Gelehrte), denen ich etwas abgewinnen kann. Die meisten sind Menschen ihrer Zeit, ihrer Herkunft, ihrer Umgebung, Kultur und Traditionen. Mir bringt nur ein Gelehrter/ eine Gelehrte etwas, wenn er bzw. sie sich frei von seiner bzw. ihrer Herkunft macht und sich mit Logik, Rationalität aber auch Spiritualität wie Hingabe zu Gott dem Qur’an widmet und damit sein bzw. ihr Wissen mit anderen teilt.

Wer sich etwas im Islam auskennt, weiß, dass der Qur’an keinen Vermittler zwischen Gott und dem Menschen akzeptiert. Genau das hat den Islam und den Qur’an für mich so wahnsinnig attraktiv gemacht. Ich fand es (und finde es immer noch) genial, dass ich mich direkt mit Gott auseinandersetzen und mit Ihm Zwiegespräche – sei es im Gebet oder einfach so – führen kann. Ich brauche keinen Mittelsmann. Niemand „stört“ die Beziehung zwischen Gott und dem/ der einzelnen Gläubigen. Eigentlich…wenn es da nicht Menschen geben würde, die dem einen Strich durch die Rechnung machen wollen, obwohl es dem Qur’an nach nicht korrekt ist:

Qurantruhe„Folgt dem, was zu euch von eurem Erhalter herabgesandt worden ist, und folgt keinem anderen Herren als Ihm.“

(Qur’an 7:3)

 

Wie ich in vielen Gesprächen, aber auch Diskussionen, erlebe, möchten sich die Menschen mit dem Qur’an beschäftigen. Sie möchten ihn kennen lernen, ihn verstehen, ihn lieben lernen, und sie wollen sich nicht immer vorschreiben lassen, was sie in Bezug auf das Lesen und Verstehen des Qur’ans alles angeblich nicht machen dürfen. Deshalb ist es wichtig, dass man die Menschen den Qur’an lesen lässt und ihnen eben nicht andauernd vorschreibt, was sie zu machen und zu lassen müssen.

Schriftgelehrte sind gut, aber die Verehrung der Schriftgelehrten, wie diese teilweise zu finden ist, hat nichts mit dem Verständnis des Qur’ans zu tun. Man darf (und sollte) Gelehrte zu Rate ziehen, wenn man etwas im Qur’an nicht versteht; und wenn es kein bekannter Gelehrter ist, dann zieht man wissende Menschen zu Rate, denen man Vertrauen schenken kann. Aber sich nur auf die Meinungen von Gelehrten zu stützen ist meines Erachtens nicht im Sinne des Qur’ans, und deshalb auch nicht im Sinne Gottes.

Der Qur’an ist ein Wegweiser für alle Menschen. Er ist deutlich, einfach und direkt zu verstehen…sofern man seinen Verstand benutzt:

fatih.jpg

 

„Und also haben Wir von droben diese (göttliche Schrift) in der Gestalt klarer Botschaften erteilt: denn (also ist es,) dass Gott rechtleitet, wer (rechtgeleitet) werden will.“ (Qur’an 22:16).

In diesem Sinne wünsche ich allen einen wunderbaren, von Gott gesegneten Freitag und ein schönes Wochenende.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

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3 Gedanken zu “♥ Djuma Mubārakah ♥

  1. Eddy schreibt:

    Selam sehr schöner Artikel würde noch gerne folgende Verse anführen die mal auch zeigen, dass der Koran kein Buch mit 7 Siegeln ist:

    12:1-2: Alif-Lam-Ra. Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches.
    Wir haben es als einen arabischen Qur’an hinabgesandt, auf daß ihr begreifen möget.

    15:1 Alif-Lam-Ra. Dies sind die Zeichen des Buches und eines deutlichen Qur’ans.

    26:2 Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches.

    54:17,22,32,40 Gewiss, wir haben den Koran zur Ermahnung leicht gemacht, gibt es jemanden, der dies bedenkt?

    43:1-3: Ha-Mim. Bei dem deutlichen Buch! Wir haben es ja zu einem arabischen Qur’an gemacht, auf daß ihr begreifen möget.

    Wie du richtig aufgeführt hast sind Gelehrte wichtig um den Koran zu verstehen aber sie dürfen nicht, wie in 3:64 und 9:31 beschrieben im Koran, zu „Herren“ gemacht werden – deswegen ist die Aneignung von Wissen zB durch Gelehrte sehr wichtig, aber das muss der eigenen Forschung dienen – jeder Gläubige hat die Pflicht den Koran selber zu erforschen, nicht nur um damit den Glauben und das Wissen zu festigen, sondern zB auch neues zu finden was Gelehrte nicht beachtet haben ich gebe dazu ein prima Beispiel:

    In Sure 75:19 steht:

    75:19:Hierauf ist es unsere Aufgabe, ihn (in seiner Bedeutung im einzelnen) darzulegen.

    Die Gelehrten wissen hier nicht ob mit „ihn (in seiner Bedeutung im einzelnen) darzulegen“ der Koran gemeint ist oder ob man durch den unmittelbaren vorangegangenen Kontext das Buch des Menschen gemeint ist, dass er am jüngsten Tag bekommt. Ich konnte das anhand eigener Forschung (ohne Arabischkenntnisse) klären. In Sure 17:14 steht

    17.14:„Lies dein Buch (Kontext: das man am jüngsten Tag bekommt)! Du selbst genügst heute als Abrechner über dich.“

    Also bedarf es keiner „klaren Darlegung /Erklärung“ seitens Gottes (wie in 75:19 beschrieben) für das Buch des Menschen am jüngsten Tag – wie in 17:14 beschrieben: „Du selbst genügst heute als Abrechner über dich.“ Deswegen muss in 75:19 der Koran gemeint sein.

    Was ich damit zum Ausdruck bringen will ist, dass es sehr wichtig ist – auch wenn man kein Gelehrter ist, sich Wissen aneignen kann, zu einem Thema eine schlüssigere Meinung finden kann oder gar einen – wie eben beschrieben – Lösungsansatz finden kann.

    Wasalam Eddy

    • hannibalnur schreibt:

      Waalaykum assalam lieber Eddy,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und die hilfreichen Qur’anstellen, die noch einmal zeigen, wie oft das Wort Gottes an den Verstand eines jeden Einzelnen von uns appelliert.

      LG und Salam,

      Hannibal-Nur 🙂

      • Sarajlija87 schreibt:

        ich beziehe mich auf unser gespräch vom 31. mai 2014, das thema bezüglich dem verstand, dass wir selbst aus dem koran unsere urteile ableiten können. auch wenn du dies nicht direkt tust (ich meine so hast du es mir mal gesagt), tust du es aber indirekt schon. siehe oben in deinem beitrag.

        wie ich ja von dir erfahren habe, hattest du mal unterricht bei amir zaidan genommen. ich habe mir jetzt einige bänder von ihm zugelegt, darunter band 5 „usuul- fiqh wa qawaa’iduh“- Einführung in die Belegquellen und ihre Hermeneutik sowie in die Fiqh- Regeln

        auf seite 259 wird das 5. kapitel „Die Selbsturteilsfindung und das Nachahmen“ erläutert. dort steht

        5.2.1. Begriffsbestimmung von al-idschtihaad

        Linguistisch ist al-idschtihaad von al-dschahad bzw. al-dschuhad abgeleitet und bedeutet ,,Einsatz aller vorhandenen Kräften, um etwas zu erfüllen, das Mühe und Anstrengung erfordert“.
        Fachspezifisch ist al-idschtihaad ,,die umfassende Anstrengung, um das Scharii’ah-Gebot zu erkennen“.

        al-idschtihaad ist nur in den mehrdeutigen Angelegenheiten (dhanniy) möglich und zulässig.

        5.2.2 al-mudschtahid:
        al-mudschtahid ist eine muslimische Person, die faqiih ist und sich nach Kräften bemüht, die Sharii’ah- Gebote festzustellen.
        Nach der Definition von al-idschtihad gilt man als mudschtahid nur dann, wenn man sich tatsächlich so intensiv einsetzt, dass man nichts Zusätliches hinzufügen kann.
        Der Gesandte (sallal- laahu ‚ alaihi wa sallam) sagte:

        Wenn der Fällende eines Scharii’ahGebots (hukm) nach idschtihaad urteilt und richtig liegt, erhält er zwei Löhne, und wenn er nach idschtihaad urteilt und falsch liegt, erhält er einen Lohn.

        Dieser Hadiith bezieht sich nur auf die qualifizierten mudschtahid. Nicht-Qualifizierte werden jedoch zur Rechenschaft gezogen, unabhängig davon, ob sie nach ihrem Urteil richtig oder falsch liegen, da sie wegen ihrer fehlenden Qualifikation nur durch Zufall richtig liegen können.

        5.2.4. Eigenschaften und Voraussetzungen eines mudschahid bzw. mufti

        Folgende Eigenschaften, Fähigkeiten und Voraussetzungen muss ein mudschahid erfüllen, damit seine Fatwas bzw. Urteile angenommen werden können:

        (ich werde jetzt nur ein paar für unser gespräch relevante punkte rausnehmen)

        – Ausreichendes Wissen über den Quraan
        Der mudschtahid muss die Sprache des Qurann beherrschen und seine allgemeinen Bedeutungen kennen. Er muss zudem die Aayaat der Scharii’ahGebote (aayaatul-ahkam), die Abrogation (an-naasich und al-mansuuch), die Semantik (wie al- ‚aam und al-chaas, al-mutlaq und al-muqaiyad, etc.) und die Hinabsendungsanlässe (as-baabun-muzuul) gut kennen. Imam Al-ghazaaliy und Imaam Ibnul- ‚arabiy haben ca. 500 aayatul-ahkam gezählt, aus denen direkt Scharii’ah-Gebote abgeleitet werden.

        -Ausreichendes Wissen über die Sunnah, deren Überlieferungen und Feinheiten wie beim WIssen über den Quraan. Man muss z.B. die sahiih-Werke der Imaame Al-Buchaariy und Muslim sowie die Sunnah-Sammlungen (kutubus-sunan) der Imaame At-tirmidhiy, An-nasaaiy, Abu-daawuud, Ibnu-maadschah, Ahmad Bnu-hanbal, Al-baihaqiy, Ad-daarimiy, Ad-daaraqutniy kennen.
        Man muss auch die Makelossen (sahiih), die Mittelmäßigen (hasan) und die Mangelhaften (da’iif) Hadiithe kennen, sowie die Geschichte und die Biographien der Tradenten und die Kunst der Tradentenkritik beherrschen, um die Qualität und die Authenzität der Hadiithe überpürfen zu können.

        -WIssen über die idschmaa‘-Angelegenheiten, um diesen nicht zu widersprechen.

        -Beherrschung der Künste der Disziplin der arabischen Sprache (Grammatik, sarf, balaaghah, usw.)

        -Die Beherrschung von Usuul-fiqh und insbesondere al-qiyaas und seine Modalitäten.

        ich denke mal, dass dies reicht, dass wir eben nicht nach unserem eigenen verstand den koran interpretieren dürfen. das ist aber genau das was ich die versucht habe zu erklären. das buch kann man sich direkt bei amir zaidan bestellen, oder man kann ihn auch mittlerweile kontaktieren, ihm eine frage stellen und er wird sie beantworten und später veröffentlichen, damit andere auch davon profitieren. hier seine seite: http://www.islam-wissen.com/

        was den user weiter oben angeht, eddy, der name kommt mir bekannt vor, auch seine meinung zum koran. ich glaube er ist einer von denen, die die sunna ablehnen. glauben nur an den koran. solche meinungen gehören aber nicht zum islam.

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