„Feindbild Islam“ – 8. April ARD

Hallo und Assalamu Alaykum,

NiqabMenschen bei Maischberger veranstaltet mal wieder eine Sendung zum Islam –                                                                    Thema: „Feindbild Islam: Wird der Hass geschürt?

Am 8. April um 22:45 Uhr in der ARD mit diesen Gästen:

1. Antonia Rados
2. Wolfgang Bosbach
3. Cem Özdemir
4. Hamed Abdel-Samad
5. Lamya Kaddor

Eine gemischte Runde, die sich einzeln untereinander durchaus nicht das Kuchenstück wegnehmen lassen. Wen ich hier vermisse, ist jemand aus der Mitte der Muslime in Deutschland, jemand, der bzw. die nicht als liberale(r) oder gar säkular(er) Muslim(in) verstanden wird.

Ich schaue der Sendung mit gemischten Gefühlen entgegen, da 1. der Titel schon wieder indirekt gegen den Islam und die Muslime aufwiegelt, anstatt mal zu versuchen Sendungen einen neutralen Eindruck zu vermitteln, und 2. das Titelbild mit der Frau im Niqab nun wirklich nicht die Mehrheit der muslimischen Frauen in Deutschland widerspiegelt. Wenn es um den Islam und die Muslime in Deutschland geht, und man aufeinander zu gehen möchte (und das auch sollte – und zwar von allen Seiten und Beteiligten), dann darf man nicht mit Klischees auf solche Sendungen aufmerksam machen.

Am 9. April halte ich einen Vortrag zum Thema „Was glaubst Du denn?! Der Islam in Deutschland“. Ich bin mir sicher, dass einige der Zuhörer/ Gäste die Sendung am Vorabend gesehen haben und mich dazu befragen werden. Da kann ich nur hoffen, dass sich die Gäste nicht verbeißen, sondern sich taktisch klug zum Thema äußern können.

http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/08042014-feindbild-islam-100.html

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3 Gedanken zu “„Feindbild Islam“ – 8. April ARD

  1. Volker Ahmad Qasir schreibt:

    Salam liebe Schwester,
    bei der Runde ruhen meine Hoffnungen ja auf Lamya Kaddor, aber im Großen und Ganzen wird das wieder eine Klischee-Sendung werden. Die bösen Muslime sind ja eigentlich gar nicht so böse, vor Allem dann nicht, wenn sie gar nicht so strikt nach dem Islam leben, der ja eigentilch das Böse ist…

    Trotz allem sehe ich zwar, dass sich im Umgang mit „dem Islam“ schon einiges verbessert hat, aber von Differenzierung in den Medien sind wir insgesamt noch recht weit entfernt. Entweder extrem PRO oder extrem CONTRA. Dazwischen gibts meist nix…

    PS: Viel Erfolg für deinen Vortrag!

    • hannibalnur schreibt:

      Waalaykum assalam lieber Bruder,
      ich finde das Klischee halt schlimm. Wenn die Medien auf Zuschauerfang sind und das nur auf diese Weise können, worunter aber dann ganz andere zu leiden haben. Das wird eine Diskussion unter den „oberen“ sein, die die Medienlandschaft schon kennt, es werden zwei, drei Sätze zu höchstwahrscheinlich leicht provozierenden Fragen gesagt und dann geht jeder wieder nach Hause.

      Damit wird man niemandem geholfen haben. Und wahrscheinlich muss ich mir zur Sendung am folgenden Abend nach meinem Vortrag einiges an Kommentaren und Fragen gefallen lassen. Aber ich werde zumindest den Vortrag zum Thema gut vorbereiten, dann wird das schon klappen, inshaAllah. Vielen Dank für Deine fürsprechenden Worte. 🙂

  2. Norman schreibt:

    Salam Euch allen,
    Der Friede des Herrn sei ewig mit Euch,
    ich sah diese Sendung auch gespannt an, und wieder kam es zu keinem Konsens, erwartungsgemäß. Standpunkte wurden dargelegt, gegeneinander aufgewogen, aber Annäherung gar es kaum.
    Menschen urteilen über Dinge des Lebens auf Grundlage der Informationen, die sie erhalten/gewinnen/sich aneignen. Einigen reicht das, was ihnen selektiv dargeboten wird, schon aus. Kritische Auseinandersetzung mit einem Thema muß gelernt/beigebracht werden. Soetwas zählt nicht zu einer Art a priori Fähigkeit bei uns Menschen, leider.
    Wir müssen uns alle davon lösen zu fragen, welche ist die richtige, die wahre, die böse, die expansionistische Religion.
    Ich selbst bin auf dem Papier Katholik, früher regelmäßiger Kirchgänger etc., tatsächlich aber ein Mann der Wissenschaft, der jedoch Glauben zuläßt und selbst eine Art Glauben hat. Zog mir aus Christentum, Shintoismus, Hinduismus, Buddhismus, Islam aber auch aus Naturreligionen das “Schöne” heraus und glaube nun daran. Ein bunter, wohltuend-bekömmlicher Glaubenssalat sozusagen, wenn Ihr so wollt :o)
    In frühen Jugendjahren kam mir Gotthold Ephraim Lessings “Nathan der Weise” über den Weg. Die dortige Ringparabel hat mir sehr gefallen, mich sehr bewegt, und sprach im Grunde das aus, was ich über Religionen und den aus ihnen praktizierten Glauben dachte und bis heute denke.
    DEN einzig wahren, richtigen Glauben, den gibt es in keiner einzelnen Religion, wie sie von Menschen ausgeübt wird.
    Kein Ring für sich stellt den wahren Weg dar. Und doch haben alle drei Ringe, alle drei Religionen etwas gemeinsam:
    die gleiche, tiefe Liebe des Vaters zu seinen drei Söhnen.
    DAS ist der einzig wahre Glaube, der uns alle vereint, und genau das Entscheidende haben wir alle aus den Augen verloren haben:
    wir alle sind vom Vater geliebte Kinder, und daher schenkte er jedem von uns einen von drei Ringen, die sich alle bis ins Detail gleichen. Keiner ist schöner, keiner ist reiner, keiner ist teurer, als ein anderer. Sie sind nur sich vollkommen gleichende Symbole seiner Liebe zu uns.
    Sein Glaube, eine Religion war seine Liebe zu seinen Söhnen (und Töchtern). Sich unterscheidende Religionen haben daraus erst die Menschen gemacht, die nach Unterschieden in den Ringen suchten…
    Ich frage daher:
    Wozu also mit so viel Mühe, Argwohn und gar Gewalt nach Unterschieden in unseren Ringen suchen, wo sie doch so offensichtlich so gleich schön sind ? Es geht nicht um die Ringe an sich, es geht um die Liebe unseres Vaters. DAS ist unser Glaube, unsere Religion :o)

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