♥ Djuma Mubārakah ♥

Hallo und Assalamu Alaykum,

Cuma

 

ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Freitag.

 

 

Smile, it’s Sunnah! – Der Umgang mit Freude

Die Menschen um mich herum, egal ob nah oder fern, persönlich kennend oder auch nicht, inspirieren und verleiten mich dazu über neue und alte, bewegende und berührende, sensible und direkte Themen nachzudenken und zu schreiben. Meine Dankbarkeit gilt allen, die dieses in mir auslösen können, und so habe ich heute ein Thema, welches unter die Haut gehen und uns in mancherlei Hinsicht vielleicht sensibilisieren kann.

Im Alltag macht man sich über Begrifflichkeiten selten Gedanken, und doch sind alle Begriffe, ob nun positiv oder negativ besetzt, ein Teil unseres Lebens, die uns stets in Gedanke, Wort und Tat begleiten, beeinflussen und den Weg ebnen. So auch „die Freude“ in uns, um uns herum, und wie wir mit ihr umgehen.
Türkise Moschee

 

 

 

Was bedeutet Freude eigentlich?

Freude beinhaltet mehrere Aspekte, wie zum Beispiel eine spontane, innere und emotionale Reaktion auf eine positive Situation, eine Person oder eine Erinnerung. Freude ist meist spontan und im ersten Moment neutral anzusehen. Erst wenn der Freude ein gewisser Wert zugedacht wird, ändert sich das Gefühl des Menschen, wie die Freude gedacht ist. Freude kann nämlich positiv, aber auch negativ zu nutzen sein.

Freude ist ein zentrales Ziel menschlichen Lebens, und die Idee vom Leben im Diesseits und das Erleben von Freude bei gewissen Tätigkeiten, Momenten und Situationen, insbesondere wenn man auf ein Ziel hinausarbeitet und dabei Freude an der Erfüllung dessen findet, findet Geltung in der Weisheit: Der Weg ist das Ziel.

Der Weg

 

 

 

 

Auch im Glauben kann man die Freude als eine Quelle der Kraft und Schöpfung von Energie verstehen. Sie ermöglicht es in unschönen Momenten das seelische Gleichgewicht und anderen helfend dieses Glücksgefühl zu erhalten.

Geteilte Freude, auch als Mitfreude bekannt, verdoppelt häufig das eigene Glücksgefühl. Nicht umsonst ist jedem bekannt, dass das Teilen mit anderen viel mehr Mitgefühl in einem auslöst, als wenn man dieses für sich alleine beansprucht. So ist zum Beispiel Mitleid, also die Teilnahme am Leid eines anderen, auch ein Mitgefühl. Und genauso verhält es sich mit der Freude. Wichtig für ein friedliches, soziales Zusammenleben ist die Fähigkeit eines jeden einzelnen von uns zur Mitfreude, denn wo keine ist, existieren Missgunst, Konkurrenz, Eifersucht und vieles mehr, wie wir ja nun auch leider letzten Endes mitten in unserer derzeitigen Gesellschaft erkennen können.

Wie äußert sich Freude?

Es ist ein Frohgefühl, welches sich durch ein minimales Lächeln oder aber auch einen Freudenschrei ausdrücken kann. Oftmals hat man bei einem Freudenausbruch einen Energieschub und Bewegungsdrang, den man sonst nicht wirklich kennt (ja, wir Menschen sind bewegungsfaul geworden…). Wenn wir Freude empfinden oder ausdrücken wollen, dann könnten wir andere Menschen umarmen, in die Luft springen oder eben dieses Gefühl hinausposaunen. Aber: Es gibt auch eine stille Art der Freude, und zwar, wenn wir mit ganzem Herzen und all unseren Sinnen in einer Arbeit aufgehen, uns auf eine Arbeit konzentrieren und bei Erfolg und Erreichen eines Zieles Freude empfinden können. Es ist oftmals ein anderes, schon fast intimeres Glücksgefühl, welches man für sich beansprucht.

Freude springenf

 

 

 

 

 

Was macht uns Freude?

Grundlegende, ja schon fast überlebensnotwendige Tätigkeiten wie Nahrungsaufnahme, Fortpflanzung, Regeneration unserer körperlichen (aber auch psychischen) Kräfte – wie z.B. Schlaf und Erholung – gehören zu den Dingen, die den meisten Menschen die größte Freude bereiten können. Durch einige Freudenelemente können wir unseren Gesundheits- und Seelenzustand verbessern, aber auch andere natürliche Quellen der Freude sind Sinnesreize wie das Rauschen des Meeres, der Wind, der durch die Bäume und Büsche weht, Vogelgezwitscher, Kinderlachen, die bunte Schönheit der Natur, ansprechende Musik, körperliche Nähe und viele andere Dinge, die unsere Sinne wahrnehmen.

Was verdirbt uns die Freude?

Obwohl das Leben ein Geschenk ist, so haben wir sehr viel Leid um uns herum. Somit ist unsere Freude, manchmal sogar unsere Freude am Leben, getrübt. Diese erschließt sich hauptsächlich aus Mangel an (gesunder) Ernährung, Schlafmangel oder schlechtem Schlaf, Alpträumen, persönlichen traumatischen Erlebnissen, Krankheiten, sowie auch materiellen, sozialen und psychischen Mangelerscheinungen.

Alles wird gut

 

 

Darf man Freude empfinden angesichts des unermesslichen Leids um uns herum?

Jeder Mensch wünscht sich Freude im Leben und strebt danach. Man könnte sich fragen, wer wirkliche, aufrichtige, unschuldige Freude kennt oder auch gefunden hat? Was genau bedeutet Freude für den einen oder anderen? Nicht immer ist es die gleiche Freude. Wer kann Freude aufrichtig, ohne Hintergedanken, empfinden? Wahre, pure Freude? Darf man sich überhaupt freuen, obwohl man genau weiß, dass es vielen Menschen um uns herum schlecht geht? Obwohl man weiß, dass es soviel körperliches und seelisches Leid gibt?

Ja, man darf Freude empfinden, jedoch sollte diese Freude gerechtfertigt und im Positiven sein, für sich selbst und auch die Menschen um einen herum, denen es nicht so gut geht wie uns selbst. Nicht der materiell Reichste unter uns ist der Größte mit der meisten Freude. Echte Freude, die aus dem Herzen entwickelt wird, ist eine menschliche Eigenschaft, die geteilt wird bzw. geteilt werden sollte. Wahre Freude zu empfinden und zu teilen kann auch als Heilung von Traurigkeit und Depression verstanden werden. Ein kleines Beispiel dazu wäre: Wenn Du im Gespräch mit jemandem, der Dir sein Leid klagt, es schaffst, diesem Jemand ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, hast Du Freude verbreitet. Du hast geteilt und die Freude, die in Dir ist, hat einen positiven Nutzen für einen anderen, dem es dank Dir nun etwas besser geht.

Freude sollte im Positiven genutzt werden, so dass wir damit der Welt zu einem glanzvolleren Licht verhelfen. Negative Freude wie Schadensfreude sollte dabei tunlichst vermieden werden, denn das hat nichts mit wahrer positiver Zuneigung anderen Gegenüber, sondern nur mit egoistischem Eigennutz zu tun. Freude befindet sich bei guten Menschen, bei Wohltätern, und denjenigen, die sich im Geiste mit anderen verbünden, Mitgefühl empfinden und letztendlich die eigene Freude am Leben auf andere projizieren können.

Man sollte nicht darüber traurig sein, was man eventuell in diesem Leben verpasst oder nicht die Chance bekommt zu erreichen, denn die meisten Freudenmomente kommen weniger durch materielle Dinge, sondern durch die Menschen, mit denen man sich umgibt.

Wahre Freude und innerer Friede entsteht nur, wenn man sich öffnet und diese mit anderen teilt.

„Wahrlich, im Gedenken Gottes werden die Herzen ruhig.“ (Qur’an 13:28)

Smile sunnah

 

Bitte niemals vergessen:

Im Islam gilt das Lächeln als eine gottgefällige Geste.

 

 

 

In diesem Sinne wünsche ich allen einen wunderbaren, von Gott gesegneten Freitag und ein schönes Wochenende.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

Advertisements

2 Gedanken zu “♥ Djuma Mubārakah ♥

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s