♥ Djuma Mubārakah ♥

Hallo und Assalamu Alaykum,

Cuma

 

ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Freitag.

 

 

Die Macht der Worte

Die Gedanken in unserer Sprache, unsere Wortwahl und unser dazu gehöriges Verhalten haben einen großen Einfluss auf uns selbst, unsere Wahrnehmung, und auf andere um uns herum. Unser Denken und Handeln wird von einzelnen angelernten Begriffen geleitet, während andere uns durch bestimmte Wörter gezielt beeinflussen und manipulieren können. Oftmals sind wir uns über den Einfluss von Worten gar nicht bewusst und wissen nicht, ob wir dadurch andere berühren oder verletzen.

Füller

 

 

 

 

 

Einige Menschen haben das wunderbare Talent, andere mit ihren Worten, sei es das Mündliche oder das Schriftliche, zu fesseln. Wie diese Menschen dazu in der Lage sind, hängt von ihren Stärken ab, wie sie ihre Worte in gezielte Metaphern umzusetzen vermögen, um damit dem Wort mit einem bestimmten Einfluss zu bekleiden. Viele Menschen wissen mit Metaphern wenig anzufangen, denn sie beinhalten genau die Schnittschnelle zwischen der eigenen Wahrnehmung und dem Handeln sowie Denken des Einzelnen. Und jeder Mensch nimmt die Worte eines anderen anders und sehr individuell auf. Wer sich viel mit der Kunst des Wortes beschäftigt wird die Macht dessen erkennen. Wer sich jedoch dem nicht öffnen kann bzw. andere Stärken aufweist, wird die Macht des Wortes auch in einem anderen Kontext verstehen.

Brennender Bleistift

 

 

 

 

 

Zu viele Worte werden achtlos ausgesprochen, oder auch im heutigen Zeitalter des Internets hingeschrieben. Wenn man sich überlegt, welche Wirkung das auf andere hat, können wir uns auch vorstellen, wie Worte, die wir uns selber sagen, wirken. Jeder einzelne von uns ist fähig einen anderen Menschen innerhalb von kürzester Zeit in den Himmel oder in die Hölle zu schicken – allein durch die Wahl unserer Worte. Wenn man einmal darüber nachdenkt, lernt man, wie viel Macht wir haben, und das es nur sinnvoll ist, wenn wir lernen damit umzugehen. Wir haben Tausende von Gedanken – jeden Tag. Sollten wir da nicht mal schauen, was der Inhalt dieser Gedanken ist? Bauen diese Gedanken uns auf oder ziehen sie uns herunter? Machen wir uns mit diesen Gedanken fertig oder geben sie uns Hoffnung, Halt und Stärke? Geben wir mit unseren Gedanken anderen eine Macht, die sie ansonsten nicht haben, oder sind wir dazu geneigt, sie für uns zu behalten?

Macht der Worte

 

 

 

 

Wir Menschen neigen dazu uns öfter als nötig zu streiten, insbesondere wenn es darum geht, unterschiedliche Meinungen zu vertreten. Was wir oft vergessen ist, dass vieles, was wir als eventuelle Wahrheit sehen, ist eigentlich nichts anderes als nur eine Meinung. Wir können uns nicht einfach hinstellen und sagen, dass, was wir denken, ist der einzig wahre Weg oder DIE Wahrheit. Diese Freiheit – und das, obwohl wir viele Freiheiten haben – haben wir nicht, denn es ist kein Recht, welches uns einfach so zusteht. Somit ist es eigentlich sinnlos und oft überflüssig, verschwendete Zeit und auch Kraft, sich mit jemandem anderen zu streiten (es sei denn es ist ein Streit im Guten – siehe z.B. Qur’an 29:46), nur weil er oder sie eine andere Weltanschauung, gesellschaftliche oder religiöse Ansicht hat. Man kann vollkommen anderer Meinung sein, aber dennoch die Meinung des anderen respektieren. Worte können verletzen, aber schon einmal daran gedacht, dass wir meistens andere nur verletzen, aus Angst selbst verletzt zu werden? Viel interessanter und bereichender wäre es doch zu versuchen in die Welt des Gegenübers zu tauchen und zu versuchen seine bzw. ihre Sichtweise zu verstehen. Wichtig dabei ist nicht zu vergessen, dass wir nur herausfinden möchten, was unser Gegenüber so denkt, wir müssen deren Sichtweise ja nicht zwangsläufig übernehmen, sondern nur lernen besser zu verstehen.

Ruhe

 

 

 

Worte, wie auch Gedanken, sind Kräfte, die wir zu unserem Wohl, aber auch zu unserem Schaden verwenden können. Es gibt Menschen, die mich durch ihre Wortwahl verletzen, die sich nicht bewusst sind, dass sie mich verletzen. Auch gibt es Menschen, und die sind, Gott sei es gedankt, in der Mehrzahl, die mich durch ihre Wortwahl berühren und inspirieren. Jeder von uns hat die Macht, mit Worten Menschen an sich zu ziehen oder von sich fernzuhalten. Wenn wir die Kraft unserer Worte zu nutzen wissen, dann wissen wir auch, dass wir durchaus über sehr viel Macht verfügen – über uns selbst und andere. Deshalb sollte jeder von uns darauf achten, was er oder sie sagt oder schreibt und welche Worte gebraucht werden.

Die Macht des Wortes ist eindeutig, denn die Zunge kann Süßes verheißen, aber auch Übles geschehen lassen. Es liegt deshalb an jedem von uns an sich selbst zu arbeiten, wie man mit dieser Gabe umgeht.

Quran„Und wende deine Wange nicht in (falschem) Stolz von den Leuten ab und wandle nicht überheblich auf Erden: denn, siehe, Gott liebt keinen, der aus Eigendünkel auf prahlerische Weise handelt. Darum sei bescheiden in deinem Betragen und senke deine Stimme: denn, siehe, die scheußlichste aller Stimmen ist die (laute) Stimme des Esels…“ (Qur’an 31:18-19)

 

Eine Weisheit aus dem Qur’an, die ich mir immer wieder selbst vorhalten muss, denn es ist eine Herausforderung mit zurückhaltenden und bedeckten Worten in Erscheinung zu treten. Möge Gott uns die Kraft geben über unsere Wortwahl nachzudenken und zu sinnieren.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen wunderbaren, von Gott gesegneten Freitag und ein schönes Wochenende.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

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2 Gedanken zu “♥ Djuma Mubārakah ♥

  1. Yusuf schreibt:

    Schöner Text liebe Schwester! Nochmals bitte ich Dich darum meine Ausdrucksweise zu entschuldigen. Ich wollte Dir nicht zu nahe treten, sondern nur über den Sachverhalt sprechen, zumal es nicht etwas ist, was mit Dir zu tun hat, sondern etwas, das heutzutage vermehrt in Erscheinung tritt. Aber Du hast vollkommen Recht damit, dass dies dein PERSÖNLICHER Blog ist und Du natürlich deine Gedanken offenlegen darfst, und es ist auch schön diese geistige, spirituelle Entwicklung mit anzusehen. Ich wünsche Dir ein gesegnetes Leben.

    Wa salaam,
    Yusuf

    • hannibalnur schreibt:

      Assalamu Alaykum Yusuf, vielen herzlichen Dank für Deine Rückmeldung und netten Worte. Es ist nicht einfach es allen recht zu machen, aber wie Du weißt, müssen wir das auch nicht. Wir müssen nur unser Bestes geben es dem Einen recht zu machen. Ich freue mich aber natürlich, wenn Positives bewirkt werden kann. Alhamdulillah. Dir auch weiterhin alles Gute inshaAllah. Du kannst aber natürlich gerne weiterhin kommentieren, wenn Dir etwas auffällt und Du etwas dazu zu sagen hast. Feedback ist gut. LG und Salam. Hannibal-Nur 🙂

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