Kleines Update ARDAW

Hallo und Salam Alaikum,

der offene Brief zieht seine Runden und ich möchte mich bei jedem bedanken, der/ die seinen/ ihren Beitrag dazu gibt. Es gibt viele Komplimente, aber natürlich gibt es auch Kritik. Wenn man sich für etwas einsetzt, dann ist auch nichts anderes zu erwarten. Ich finde es gut und bereichernd, dass sich auf beiden ‚Seiten‘ damit beschäftigt wird. Es zeigt, dass solche Worte dringend notwendig sind.

Eine Stellungnahme habe ich leider bisher nicht erhalten. Ob noch etwas kommen wird, so denke ich, dass man sich in Geduld üben darf.
Abwarten und Tee trinken. Selbst wenn nichts kommt, so haben die Worte doch viele, Befürworter und Kritiker, zum Nachdenken gebracht. 🙂

Für mich hätte eine Sendung zum Thema ‚Rassismus und Fremdenfeindlichkeit‘ besser und im Sinne der Opfer und Angehörigen gewesen. Aber nein, man muss ja ein durchgekautes Thema weiter gängeln und damit weiter ein Feindbild schüren, das ohnehin schon existiert. Anstatt sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein, was die Sender damit anrichten, provozieren sie nur mit Extremen. Eigentlich sollten diese öffentlich-rechtlichen Sender etwas für die Bildung machen, aber stattdessen wird ein Keil in die Gesellschaft getrieben.

Was die Gäste zu diesem Thema angeht: Bei solch einem Sender hätte ich mir mehr Professionalität gewünscht. Es hätten Salafismus-ExpertInnen, von denen es einige bundesweit bekannte gibt, eingeladen werden müssen. Zudem hätten Menschen aus der Szene – ob noch aktiv oder ehemalig – eingeladen werden müssen. Zudem eventuell Betroffene. Des Weiteren hätten aus der Politik Personen eingeladen werden müssen, die entweder im sozialen Bereich oder in der Sicherheit tätig sind. Meinetwegen sogar ein Vertreter vom Friedrich. Und zu guter Letzt, was eine einigermaßen vernünftige ‚Vertretung‘ der Muslime angeht, so hätte man jemanden einladen müssen, der/ die seinen / ihren Glauben innerhalb unserer Gesellschaft so lebt und versteht – egal ob mit oder ohne Kopftuch – dass sich ein neutrales Bild ergibt und nicht diese extremen Gegensätze, wie sie durch Kelek und Illi präsentiert wurden. Die Mehrheit der Muslime und Musliminnen in Deutschland ist nämlich weder wie die eine noch wie die andere.

Was auch noch wichtig anzumerken ist: mit meinem Brief möchte ich weder die Meinungsfreiheit einschränken noch eine Zensur einführen. Es scheint, als ob einige Leute der Meinung sind, ich würde genau das provozieren. Dem entspricht nicht mein Bestreben. Jeder kann und darf seine Meinung sagen und schreiben. Schließlich habe auch ich das mit diesem Brief getan. Damit möchte ich aufrütteln, dass es einfach unfaires Handeln ist und man dagegen etwas tun muss.

Diejenigen, die glauben, dass ich mit einer rosaroten Brille durch die Welt laufe, denen möchte ich gerne hiermit mitteilen, dass ich mir meiner Worte durchaus bewusst bin, was für eine Wirkung sie haben. Ich weiß, wie es um die Realität aussieht…sonst hätte ich diese Worte nicht mit Bedacht geschrieben, veröffentlicht und an die Redaktion bzw. Frau Will geschickt.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

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