♥ Djuma Mubārakah ♥

Hallo und Salam Alaikum,

Cuma

 

ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Freitag.

 

 

Mut bewegend etwas im Guten zu richten und positiv zu verändern

Die letzten Tage haben gezeigt, dass man vieles erreichen kann, wenn man sich nicht nur etwas vornimmt, sondern auch Worten Taten folgen lässt. Natürlich ist das nicht (immer) einfach und viele Vorhaben erfordern einen wirklichen Mut sowie Selbstbewusstsein. Egal für welche Sache man sich einsetzt, sei es für sich selbst, für andere, oder für sich selbst und andere, so muss man (fast) immer im Hinterkopf behalten, was man mit dieser Sache für sich selbst und/ oder andere bezwecken möchte.

CourageUm etwas zu erreichen, hier wieder egal was es ist, bedarf es oftmals Überwindung und Courage.

Ein manches Mal muss man seine Angst überwinden, ein anderes Mal überlegen, ob man sich nicht über- oder unterschätzt.

Fakt ist, dass wenn man etwas erreichen möchte, nicht nur darüber nachgedacht und geredet werden soll, sondern Ziele sollten Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt werden.

Der eine möchte sich einen Traum verwirklichen und einen bestimmten Beruf ausüben. Darüber nachdenken und reden hilft wenig. „Klotzen, statt kleckern“ wäre hier das Motto. Um diesen Beruf auszuüben, muss man ihn erlernen. Das wiederum geht auch nur durch Taten, nicht nur Nachdenken und Reden.

Der andere möchte Karriere machen bzw. viel Geld verdienen. Alles schön und gut, aber um zu diesem Ziel zu kommen, muss man etwas tun. Hier gilt auch (meistens): Klotzen, statt kleckern. Von nichts kommt nichts. Man kann nicht erwarten, dass man zum Traumberuf oder zum großen Geld kommt, indem andere für einen auf das eigene Ziel hinarbeiten. Man muss schon selbst was tun.

Es gibt viele Menschen in unserer Gesellschaft, die etwas erreichen wollen, nicht nur im persönlichen und beruflichen Leben, aber zum Wohle der allgemeinen Gesellschaft, in der wir leben. Jede(r) von uns hat eine Meinung zu vielen Themen, seien sie persönlicher, gesellschaftlicher, öffentlicher, privater, politischer, kultureller, sozialer oder religiöser Natur. Und viele mischen mit, denn sie möchten ihre Meinungen und Gedanken mit anderen teilen.

UnterstützungDer Prophet Muhammad saw sagte:

„Oh ihr Menschen! Euer Gott ist Einer und euer Stammvater (Adam) ist einer. Ein Araber ist nicht besser als ein Nicht-Araber, und ein Nicht-Araber ist nicht besser als ein Araber, und ein roter (d.h. weiß mit rötlichem Schimmer) Mensch ist nicht besser als ein schwarzer Mensch und ein schwarzer Mensch ist nicht besser als ein roter Mensch, außer in der Frömmigkeit“. (Überlieferung bei Musnad Ahmad)

Das ist gut und wichtig, denn wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft, in welcher wir uns aneinander mit unserer Vielfalt bereichern. Heißt es nicht im Qur’an:

Quran„O Menschen! Siehe, Wir haben euch alle aus einem Männlichen und einem Weiblichen erschaffen, und haben euch zu Nationen und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander kennen lernen möget…“ (Qur’an 49:13)

 

Ja, ich weiß, eventuell langweile ich so manchen mit diesem Vers, aber er ist nun einmal einer meiner Lieblingsverse im Qur’an, da er in so netter und liebevoller Art klar macht, dass Gott uns so unterschiedlich geschaffen hat, damit wir einander eben kennen lernen und uns mit unserer Vielfalt gegenseitig bereichern.

In diesem Kennen lernen sollte man auch vieles beachten. Dazu gehört Achtung und Respekt Menschen gegenüber, die einem vielleicht auf den ersten Blick fremd erscheinen. Aber auch wenn wir unterschiedliche Kulturen, Nationen, Hautfarben, Religionen, sexuelle Orientierungen, Interessen und vieles mehr haben, so haben wir auch vieles gemeinsam. Wir sind Menschen, somit gehören wir auch irgendwie alle zusammen, ganz gleich woher wir kommen, welche Traditionen wir haben oder welcher Religion wir folgen.

Mut zur Wahrheit

 

 

 

 

Etwas zu bewegen bedeutet: Wenn man etwas erreichen möchte, muss man sich im Klaren sein, dass man, auch wenn man für das Allgemeinwohl der Gesellschaft agiert, auch auf Menschen stoßen wird, die Kritik an solchen Bewegungen ausüben werden.

Man muss sich bewusst sein, dass es immer jemanden geben wird, dem man es nie recht machen kann, egal was man macht, sei es bewusst oder unbewusst. Warum? Aus dem ganz einfachen Grund, dass man schon einen Stempel aufgedrückt bekommen hat und man den nur schwer wieder los wird. Was aber einem noch bewusst sein sollte ist: Man muss es nicht jedem recht machen. Auf gar keinen Fall. Man muss nur zu seinen eigenen Taten und Worten stehen, wenn man etwas durchführt, um etwas zu erreichen wollen. Man sollte sich nicht von einigen wenigen, die ein Vorhaben, eine Bewegung oder ein Ziel nicht verstehen oder nachvollziehen können, irritieren oder sogar unterbuttern lassen. Wenn das Vorhaben, die Bewegung oder das Ziel zu einem guten Zweck dient und Sinn macht, dann wird man sich auch nicht von ein paar „GegnerInnen“ irritieren lassen.

Deshalb, wenn Ihr spontan die Menschen bewegen oder zum Nachdenken bringen wollt, dann macht es einfach und lasst Euch nicht von Menschen, die Euch eventuell nicht verstehen, beeindrucken. Glaubt mir, dass wenn es Bewegungen/ Aktionen/ Themen im Sinne der guten Sache und der Gerechtigkeit sind, dann werden die meisten Menschen hinter Euch stehen. Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind alles Tugenden, die wir unter uns dringend benötigen. Für das Wohl von Euch selbst, aber insbesondere von anderen, setzt Euch im Namen der Gerechtigkeit und Fairness ein.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen wunderbaren, von Gott gesegneten Freitag und ein schönes Wochenende.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

Mein offener Brief an Anne Will und die ARD

„An die ARD-Redaktion

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Frau Will,

hiermit werden der Unmut, der Ärger und die Enttäuschung aller MitbürgerInnen, die an einem soliden und freundschaftlichen Miteinander Interesse haben, kundgetan, dass Sie sich dazu entschieden haben am heutigen Abend Ihre Sendung mit dem Titel „Allahs Krieger im Westen – wie gefährlich sind radikale Muslime“ zu moderieren und auszustrahlen.

Es gibt mehrere Gründe, weshalb dieser Unmut zu Recht geäußert werden muss:

Der wichtigste Grund überhaupt besteht darin, dass absolutes Unverständnis vorherrscht, warum man an solch einem wichtigen Tag wie heute eine solche Sendung ausstrahlt. Wie kann man in seinem „Klappentext“ schreiben, dass zurzeit in Solingen eine Serie von Prozessen gegen deutsche Salafisten läuft, wenn doch gleichzeitig HEUTE der 20. Jahrestag des Mordes an 5 türkischen Frauen und Mädchen (auch in Solingen), welcher aus fremdenfeindlichen und rassistischen Gründen stattfand, ist? In Solingen trauert eine Mutter um ihre fünf Kinder und betet zu Gott, dass Er den Mördern vergibt.

Wäre es nicht eindeutig die Priorität gewesen, sich heute dem Thema ‚Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland’ zu widmen, der Opfer zu gedenken, sich mit den Hinterbliebenen auseinanderzusetzen und sich ihrer zu widmen und ihnen Ihren Respekt und Ihre Achtung zu zollen?

Es fällt schwer die richtigen Worte zu finden ohne ausfallend zu werden, liebe ARD-Redaktion und liebe Frau Will, denn der Eindruck, den Ihr Sender und Ihre Sendung dem Publikum und breiten Masse mit dieser Aktion bietet, lässt darauf schließen, dass Sie sich kaum Gedanken um die Menschen machen, sondern sich nur auf die Einschaltquoten verlassen wollen. Eigentlich müssten Sie sich für diese Aktion wirklich schämen, denn es zeigt, dass Sie sich keine intensiven Gedanken darüber gemacht haben oder machen, wie man mit Menschen umgeht, denen diese Leiden zugefügt worden sind. Vielleicht haben Sie es selbst nie erlebt, aber hier geht es nicht um Macht oder Geld, oder Einschaltquoten, sondern darum Menschlichkeit, Interesse an seinen MitbürgerInnen (ob mit oder ohne Migrationshintergrund), Nächstenliebe, Nachbarschaft und ein gutes Miteinander zu demonstrieren.

Hiermit käme man zum zweiten Grund des Unmutes:

Wenn man schon zum Thema „Extremer Islamismus“ eine Sendung moderiert und ausstrahlt, sollten dann nicht auch in der Sendung in dem Thema bewanderte, kompetente und respektierte Persönlichkeiten einladen werden? Es geht schließlich um viel mehr als nur um eine Talkshow, in der ein Thema von allen Seiten (wenn möglich) beleuchtet und auseinander genommen wird. Es ist schließlich kein Kaffeeklatsch, sondern sollte doch bildend für den Zuschauer sein. Wenn man die Gäste des heutigen Abends genauer unter die Lupe nimmt, so wird man sehr schnell feststellen, dass diese sehr selektiv ausgesucht und eingeladen worden sind. Das ist bei diesem Thema leider so üblich, weil man als Fernsehsender mit der Konkurrenz mithalten will und bestimmte Gäste einen „Reiz“ ausüben und für Einschaltquoten sorgen. Dazu kann man aber leider nicht applaudieren, ganz im Gegenteil.

Es sind immer wieder die gleichen Gäste, welche eingeladen werden. Viele befürchten (zu Recht), dass dies geschieht, um ein gewisses Bild des Islams bzw. der MuslimInnen in Deutschland zu (re-)präsentieren, was aber ein absoluter Trugschluss ist, denn keine der geladenen Gäste – zumindest in dieser Sendung – repräsentiert die Mehrheit der MuslimInnen in unserem Land:

In diesem Falle handelt es sich insbesondere um Frau Necla Kelek und Frau Nora Illi, zwei Musliminnen welche nicht unterschiedlicher sein könnten:

– Kelek ist bekannt dafür, dass sie den Islam wie auch die MuslimInnen permanent kritisiert. Was genau weiß Kelek eigentlich über ihre eigene Religion? Hat sie sich jemals mit ihr im Guten und in ihrem Inneren auseinandergesetzt oder ist sie – so demonstriert sie es zumindest öffentlich – nur darauf hinaus Menschen aus ihrem islamischen Umfeld „retten zu wollen“? Als Soziologin kann Kelek schwerlich über theologische Strukturen im Islam referieren, es sei denn sie hat sich wissenschaftlich und religiös damit befasst und könnte diese auch nachweisen. Bisher hat man diese Beweise nicht lesen dürfen. Somit kann man in dieser Sendung von Kelek nur erwarten, dass sie möglicherweise „fröhlich hetzen“ wird und dabei sicherlich von mindestens einem weiteren Sendungsgast Unterstützung erhalten wird.

– Illi ist in Deutschland kaum bis gar nicht bekannt. Nora Illi ist nur denen bekannt, die sich mit dem Thema auch außerhalb Deutschlands befassen und auseinandersetzen. Es gibt viele MuslimInnen, welche sie unterstützen, aber ganz konkret formuliert: Warum laden Sie eine muslimische Konvertitin aus der Schweiz ein, welche schon Ende 2012 bei Ihrer Kollegin Frau Maischberger im Niqab auftrat? Der Sinn und Zweck dieser Einladung erschließt sich mir nicht. Gegen Frau Illi ist erst einmal nichts persönlich Negatives zu sagen, denn ich kenne diese Frau nicht. Sie kann ihren Glauben auch so ausleben, wie sie möchte, solange sie damit glücklich ist und mit ihrer Praxis andere in ihrer Lebensweise nicht beeinträchtigt. Ihre Kleidung und ihre Glaubenspraxis ist einer traditionellen islamischen Richtung zuzuordnen, welche auf Qur’an und Sunnah basiert. So mancher wird heute denken, dass Frau Illi eine Salafistin ist. Warum? Weil Sie es so eingefädelt haben, dass genau das letztendlich propagiert wird und in den Köpfen der Menschen bestehen bleibt. Ich glaube nicht, dass Frau Illi jener Bezeichnung zugeordnet werden kann, nichtsdestotrotz war und ist es völlig verständnislos für fast jeden, warum gerade sie, die nicht einmal in Deutschland, sondern in der Schweiz wohnt, also mit diesen „deutschen Problem“ nichts zu tun hat, eingeladen wird.

– Zu Joachim Hermann kann nur wenig gesagt werden, denn viele ZuschauerInnen werden ihn nicht kennen, aber es ist vorauszusehen, dass Hermann und Kelek sich eventuell gut verstehen werden.

– Zu Asiem El Difraoui kann auch nicht viel gesagt werden, denn auch dieser ist kaum bekannt. Die meisten ZuschauerInnen werden von ihm nicht gehört haben. Und nicht jeder kann sich als Islam-Experte auszeichnen. Diese Titulierungen sind oft äußerst gewagt, aber vielleicht lassen wir uns eines Besseren belehren.

– Thomas Oppermann ist für einige, die sich für die Politik interessieren und Nachrichten schauen, insoweit bekannt, indem er im Kompetenzteam von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück arbeit. Mehr wissen viele über diesen Mann aber auch nicht. Was kann er zu diesem Thema beitragen, dass man etwas aus der Situation machen oder verbessern kann?

Was den meisten von uns, die sich über diese Situation beschweren, aufs Mindeste sehr unbehagt und auch sehr befremdlich erscheint, ist die Tatsache, dass in Sendungen mit diesen, aber auch ähnlichen Themen, die interkulturelle, die interreligiöse sowie auch die soziale Kompetenz fehlt. Warum werden bei Ihnen keine Persönlichkeiten eingeladen, die einen zeitgemäßen, moderaten oder traditionellen Islam praktizieren, sich aber auch mit der Theologie dessen beschäftigt haben bzw. beschäftigen und in ihrem Thema dazu beitragen können die Situation zu entschärfen und Lösungen zu finden? Es gibt viele kompetente Menschen – IslamwissenschaftlerInnen (muslimisch wie nichtmuslimisch), muslimische TheologInnen, KulturwissenschaftlerInnen, oder einfach engagierte MuslimInnen (traditionell wie progressiv) – die Ihre Sendungen zu diesen Themen eher bereichern würden als die „Stereotypen“, welche immer wieder eingeladen werden, um ein bestimmtes Islam-/Muslimbild zu formulieren und verstärkt in den dann verstörten Köpfen unserer MitbürgerInnen zu hinterlassen.

Die Mehrheit der MitbürgerInnen – egal ob muslimisch oder nicht – weiß, wie der Islam/ die MuslimInnen von der nichtmuslimischen Mehrheitsgesellschaft gesehen wird, dass es eine Entwicklung einer Ablehnung des Islams und den MuslimInnen gibt und diese zunimmt.

Sie müssen sich fragen, was Sie mit diesen Themen und insbesondere mit der Besetzung der Gäste in Ihren Sendungen bezwecken wollen:

Wollen Sie bilden oder ein Feindbild schüren und weiter ausbauen?

Wollen Sie bilden, dann sollten Sie sich schleunigst darüber Gedanken machen, wie Sie in Zukunft mit diesen Themen umgehen, wen Sie einladen und was Sie aus diesen Sendungen als Ergebnis für die ZuschauerInnen (die u.a. Ihre NachbarInnen, Familie, FreundInnen, ArbeitskollegInnen, Bekannten, und Fremde sind) mitnehmen und demonstrieren wollen.

Wollen Sie das Feindbild Islam/ Muslime weiter schüren und ausbauen, dann sind Sie auf einem guten Wege dahin.

Es ist aber nicht Sinn und Zweck Ihrer Sendungen ein Feindbild noch zu intensivieren, was Sie allerdings mit Ihren Titeln und Ihren Gästen provozieren. Es gibt hierzulande viele intellektuelle MuslimInnen mit und ohne Migrationshintergrund, welche sich hier zuhause fühlen, welche mehr als Ihre derzeitigen (muslimischen) Gäste ein Sprachrohr für die muslimische Gemeinschaft in Deutschland sind bzw. sein können. Diese engagierten Menschen müssen Sie einladen und eine Stimme geben; nicht denen, die Hass schüren, sich muslimfeindlich präsentieren, oder denen, die den Glauben auf puristische Weise leben und damit den Zuschauer in den Glauben bringen, so sei der Islam. So ist er nämlich nicht.

Extreme auf beiden Seiten zu präsentieren ist ein lukratives Geschäft, denn es sorgt für die nötigen Einschaltquoten, aber kommen Sie von diesem Trip mal runter und lernen Sie Menschen kennen, die den goldenen Mittelweg nehmen und etwas präsentieren, was die Mehrheit der MuslimInnen repräsentiert. Wenn dann noch die fachliche Kompetenz dieser Gäste stimmt, dann kommt aus der Talkshow nicht nur ein Schwall von Worten, sondern es werden im Nachhinein auch Taten geschehen, um unsere Gesellschaft zu verbessern und in Einklang zu bringen, und um einen Glauben zu präsentieren, zu leben und zu praktizieren, dass jeder Mensch davon profitiert anstatt Angst haben zu müssen.

Letztendlich muss Ihnen klar werden, dass Sie Ihre Einstellungen gegenüber diesen brenzligen Themen sensibilisieren müssen, und das funktioniert nur, indem Sie sich öffnen, kein Feindbild schüren und Gäste einladen, die Lösungen für diese Probleme finden können.

Vielleicht mögen Sie Stellung zu obigen Gründen nehmen. Darüber würden sich die MitbürgerInnen sicherlich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

…“

Mir graut’s: „Allahs Krieger im Westen…“

Hallo und Salam Alaikum,

vorprogrammierter Aufreger des heutigen Abends:

ANNE WILL in der ARD um 22:45 Uhr:

„Allahs Krieger im Westen – wie gefährlich sind radikale Muslime?“

Allein der Titel stößt mir auf, aber wen wundert’s?

Die bisher genannten Gäste sind auch die teils üblichen Verdächtigen, so dass man im Vorfeld schon weiß, dass die Wahrheit und Realität, UND wie man mit diesem Thema umgeht, kaum Chancen einräumen kann:

Joachim Herrmann (CSU, bayerischer Innenminister)
Necla Kelek (Publizistin und Islam-Kritikerin)
Asiem El Defraoui (Islam-Experte)
Nora Illi (Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats Schweiz)

Wenn ich mir alle genannten vier Personen näher betrachte, dann frage ich mich, was dabei herauskommen soll? Hermann, der wahrscheinlich auf die Schiene kommen wird, dass man ja in KSA keine Bibeln verteilen darf, hier aber locker-flockig den Qur’an, aber ansonsten das Panzergeschäft zwischen Deutschland und KSA sicherlich befürwortet; Kelek, die im Allgemeinen kein gutes Haar am Islam und MuslimInnen lässt, obwohl sie selbst eine ist (ich weiß, selbst darüber wird diskutiert); Illi, die aus dem Ausland kommt, und mit ihrer Kleidung und religiösen Praxis einen Islam darstellt, der durchaus zu akzeptieren ist, aber definitiv nicht als mainstream-Islam gelebt wird – zumindest nicht hier in DE; und El Defraoui, von dem ich gar nichts weiß, wie er zu diesem Thema genau beitragen kann, es sei denn er kennt sich im Salafismus in Deutschland gut aus.

Es gibt aber so viele kompetente Menschen, die man zu so etwas einladen und sprechen lassen könnte, aber nein, das gäbe ja weder die Einschaltquoten, die man haben will, noch würde es das schüren, was sich aber die Medienlandschaft wünscht zu schüren. Es ist so erbärmlich und armselig. Wir haben hierzulande genug Menschen, die man dafür einladen kann. Es kann nicht daran scheitern, nur weil eine Person abgelehnt hat. Aber für mich ist es einfach nur ein Hochputschen. Und letztendlich müssen es die Normalo-MuslimInnen hinterher wieder ausbaden: na herzlichen Glückwunsch. Was wir brauchen, sind NICHT Leute aus dem Ausland, die uns zu dieser Situation etwas sagen, denn machen oder verändern können sie eh nüscht, sondern wir brauchen Leute, die HIER sind und Dinge bewegen können. Und es gibt sehr viele engagierte Menschen…man muss sich nur die Mühe machen nach ihnen zu suchen und sie zu kontaktieren, anstatt solch eine wirklich explosive Runde, die zu nichts führt, zusammenzusuchen.

Wer Spaß hat heute Abend „mitzuleiden“, was die Runde von sich gibt, schaltet ein. 😉

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

Gemischt-geschlechtliches Gebet

LGBT Muslim Retreat Mixed gender prayer

 

„Last day of #LGBTMuslims Retreat ends with mixed gender prayer led by a woman. History, Divine power witnessed by 85+ people from 4 countries. THIS is the vision and future of an inclusive and welcoming Islam. No barriers, only love.“

Der letzte Tag des LGBT Muslims Retreat endet mit einem gemischt-geschlechtlichen Gebet, welches von einer Muslimin geleitet wird.

 

Für die MuslimInnen auf diesem Bild eine (fast) ganz normale Vorstellung eines Gemeinschaftsgebetes, welches aber durchaus provozierend auf die Mehrheit der MuslimInnen zu wirken scheint.

Solche gemischt-geschlechtlichen Gemeinschaftsgebete kommen immer häufiger vor, auch in Deutschland und es ist meiner Meinung nach eine sehr spannende zu beobachtende Entwicklung. Nach traditioneller Auffassung dürfte es ein Gebet dieser Form nicht geben, denn nach dieser leitet ein Mann das Gebet, die Männer positionieren sich hinter ihm, und die Frauen hinter den Männern oder in einem separaten Raum.

Nicht nur dieses Bild ist im Umlauf, es gibt es viele andere, aber ähnliche „Schnappschüsse“, welche diese offenen, doch gemeinsamen Momente des Glaubens festhalten und der Welt präsentieren, wie unterschiedlich sich der Islam bzw. die MuslimInnen in ihrem Glauben entwickeln.

Höflichkeitsfloskeln

Hallo und Salam Alaikum,

PflänzchenHöflichkeitsfloskeln gehören zu unserem Leben wie Nahrung, Schlaf und andere Dinge. Sie üben auf der einen Seite einen großen Einfluss darauf, dass wir ein angenehmes Auskommen mit unseren Mitmenschen haben, und auf der anderen Seite lehren sie uns den Respekt und die Achtung anderen Menschen gegenüber.

 

Leider wird aber immer seltener auf solch wichtige Kommunikationsfloskeln geachtet. Immer seltener kommen Begrüßungs- und Abschiedsfloskeln, die für mich nicht nur zum guten Ton, sondern in einer Verständigung beruhend auf gegenseitigem Respekt und Achtung, gehören, zum Ausdruck.

Für mich ist es das A und O in der respektvollen Auseinandersetzung und Kommunikation miteinander, dass man eben jene Floskeln, die man von Kindesbeinen (eigentlich) gelehrt bekommt, anwendet. Ich erwarte nicht, dass man mich oder jeden andere(n) MuslimIn mit dem Friedensgruß begrüßt und verabschiedet, aber es gehört sich einfach, wenn man eine ganz normale Anrede („Hallo“ oder „sehr geehrte(r)“ inklusive Name – sei es der Vorname oder der Nachname, was situationsbedingt ist) anwendet.

Es ist völlig egal aus welchem Kulturkreis man kommt, denn Höflichkeit gegenüber seinen Mitmenschen, ob bekannt oder fremd, gehört einfach dazu. Gestern las ich, wie jemand mal schrieb, er/ sie käme aus einem anderen Kulturkreis (als Deutschland), man müsse an dem gegenseitigen Respekt arbeiten. Leider hatte diese Person ihre eigene Aussage nicht verinnerlicht, was ich sehr schade finde. Man sollte nicht Wasser predigen, wenn man Wein trinkt. Selbstverständlich gehört es auch dazu, dass wenn man einander nicht kennt, dass man sich, wenn man jemandem schreibt oder in Person kennen lernt, vorstellt…inklusive Begrüßung der Person, der man sich vorstellt.

Wer das bei mir versäumt, muss damit rechnen entweder ignoriert oder zurechtgewiesen zu werden. Das hat nichts mit Arroganz, Einbildung oder Überheblichkeit, sondern mit guten Manieren zu tun. Dies sollte berücksichtigt werden.

Ich wünsche uns allen einen wunderschönen Mittwoch ♥

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

Imam Mehdi Razvi

Imam Mehdi Ravzi

 

 

 

 

 

 

In Gedenken an Imam Mehdi Razvi, welcher zu seinem Schöpfer zurückgekehrt ist.

Von Gott kommen wir, und zu Ihm kehren wir zurück.

Inna lillahi wa inna ilayhi raji’un.

 

Auch wenn ich ihn nie persönlich kennen gelernt habe, so danke ich ihm, dass er vieles möglich gemacht hat, wovon ich ansonsten nur hätte träumen können.

Möge er in Frieden ruhen und möge Gott ihm einen schönen Platz im Paradies gewähren.

Amin.

Man ist nicht allwissend!

Hallo und Salam Alaikum,

 

Äpfel

Man kann alles essen, aber nicht alles wissen!

 

 

Es ist interessant zu beobachten, dass die Menschen denken, man sei oder sollte allwissend sein, nur weil man zu diesem und jenem Thema eine Meinung hat und diese als solche demonstriert.

Fakt ist, dass keine(r) von uns allwissend ist, sondern uns nur darauf konzentrieren können, was uns plausibel, interessant, wichtig und vielleicht sogar persönlich ist.

Es ist wichtig den Menschen klar zu machen, dass man sich nicht mit allen Dingen und Bereichen des Lebens beschäftigen kann und man sich nur auf bestimmte Dinge und Bereiche konzentrieren sollte. Man sagt: Zu viele Köche verderben den Brei. Ich würde sagen: mischt einer in zu vielen Bereichen mit, dann gibt es keine Konzentration, sondern nur Wischi-Waschi (Gequatsche und Ergebnisse).

AvocadoSinnvoll ist es sich auf maximal 5 Dinge in seinem Leben zu konzentrieren und dabei anderen auch klar zu machen, dass man sich nur innerhalb dieser 5 Dinge/ Bereiche aufhält bzw. aufhalten möchte. Nur ein Genie kann mehr, unsereins aber – der Durchschnitt – sollte den Blick auf das Wesentliche richten.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂