Architektonische Türkenmode

Hallo und Salam Alaikum,

aufgrund von Recherchen bin ich auf drei vom Orient beeinflusste Architekturen mitten in Deutschland gestoßen.

Laut Murad W. Hofmann gab es zwischen dem 18. und dem Anfang des 20. Jahrhunderts eine Zeit, die als „Türkenmode“ bezeichnet wird. Vieles wurde im orientalischen Stil gebaut, ohne jedoch einen religiösen Hintergrund dazu zu vermuten. Es ist eher der Stil gewesen, den die deutschen Architekten zu schätzen wussten.

Hier sind drei wunderschöne Gebäude, die auf den ersten Blick als Moscheen anmuten, aber dennoch keine sind:

Die Rote Moschee im Park des Schwetzinger Schlosses (erbaut zwischen 1779 und 1791)

Rote Moschee alt Rote Moschee neu

 

 

 

 

 

 

Das Dampfmaschinenhaus in Potsdam (erbaut zwischen 1841 und 1843)

Dampfmaschinenhaus alt Dampfmaschinenhaus neu

 

 

 

 

 

Die „Tabakmoschee“ Yenidze in Dresden (erbaut zwischen 1908 und 1909)

Yenidze alt Yenidze neu

 

 

 

 

 

Orientale Architektur mitten in Deutschland 🙂 In letzterem Gebäude befindet sich ein Restaurant. Es nennt sich „Kuppelrestaurant in der Yenidze“. Auch zu finden unter http://www.kuppelrestaurant.de/index1.html

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

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8 Gedanken zu “Architektonische Türkenmode

  1. A. Ismail Mohr schreibt:

    Danke! * Alle drei sind in schönster Pracht zu bewundern – habe alle drei gesehen, allerdings Yenidze nur vom Zug aus…..
    Das Potsdamer Dampfmaschinenhaus ist PERFEKT ! Es ist eines der schönsten Gebäude, die man sich nur vorstellen kann! Und es steht mitten in der Stadt am Havelufer!

    „Türkenmode“ war allerdings im 18. Jahrhundert! Also Schwetzigen vielleicht.
    Potsdam und Dresden sind lange NACH der Türkenmode!
    *** > http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfmaschinenhaus_f%C3%BCr_Sanssouci

    • hannibalnur schreibt:

      Gerne, lieber Ismail. Ich habe auch noch einmal recherchiert und Du hast Recht, dass die „Türkenmode“ nur im 18. Jahrhundert war. Ich hatte von Murad W. Hofmann gelesen, was ich geschrieben hatte. Vielleicht deshalb der „ausgedehnte“ Zeitrahmen. 😉 Wahrscheinlich kann man die späteren orientalisch-architektonischen Einflüsse eher als „Orient-Mode“ bezeichnen?!

    • Yadgar schreibt:

      Zu „Türkenmode“ fällt mir der (auch unter Heimorglern recht beliebte) „Türkische Marsch“ von Mozart ein…

      Ja, orientalische Architektur in Deutschland… damit sieht es hier in Köln ja bis jetzt eher mau aus, abgesehen von der Ehrenfelder Moschee tut sich da ja nicht viel!

  2. conring schreibt:

    Weitere orientaliserende Architektur kann man im Schloss Linderhof bewudern: Maurischer Kiosk.
    Daneben auch im Gebäude-Komplex der Stuttgarter Wilhelma (heute Zoo und botanischer Garten).
    Nicht zu vergessen die Neue Synagoge in Berlin.

    Übrigens hat zumindest die „Rote Moschee“ in Schwetzingen durchaus einen religiösen Bezug. Kurfürst Carl theodor wollte durch den Bau in seinem „Garten der Vernunft“ seine aufgeklärte religiöse Toleranz darstellen.

  3. conring schreibt:

    @ Hannibal Nur
    „Der Maurische Kiosk ist in der Tat von besonderer Schönheit, besonders von innen.“
    Das gilt ja wohl für den ganze Schloss. Der Märchenkönig hat sich hier richtig ausleben können. Die beiden anderen Werke (Neuschwanstein und Herrenchiemsee) sind ja nur Fragment geblieben.

    • hannibalnur schreibt:

      @conring, ich habe mir nur Bilder vom Maurischen Kiosk angeschaut, aber das Schloss selbst hat auch einen einzigartigen Charakter. Die anderen beiden Werke haben ja nichts mit der Türkenmode zu tun, auch wenn sie rein architektonisch etwas Besonderes sind, keine Frage. 🙂

  4. conring schreibt:

    @ Hannibal Nur,
    Fahren Sie mal hin. Linderhof ist wirklich klasse.
    Und, wie schon gesagt, diee rote Moschee in Schwetzingen ist auch Teil von Carl Theodors „Garten der Vernunft“.

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