Muhammad* – Teil VII

Hallo und Salam Alaikum,

Muhammadden Propheten Muhammad (Frieden und Segen seien allzeit auf ihm) kennt eigentlich fast jede(r) vom Namen nach, wenn man von der Religion Islam gehört oder gelesen hat. Der Prophet* löst bei den Menschen die unterschiedlichsten Gefühle und Reaktionen aus. Auch heute noch. Gewiss ist, dass er einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

 

Muhammad* ist ein Gesandter, ein Prophet und als „Siegel der Propheten“ bekannt.

Was aber bedeutet das im Klartext?

 

nabi

 

Muhammad* als „an-nabi“ (der Prophet):

 

Gott hat den Menschen unzählige Propheten geschickt; sie sind gekommen um die Menschen vor den Konsequenzen ihrer schlechten Taten zu warnen, sie zu ermahnen und an das Gute zu erinnern. Im Qur’an werden 25 Propheten namentlich erwähnt, wobei 5 Propheten besonders hervorgehoben werden: Muhammad*, Abraham*, Moses*, Jesus* und Noah*.

An-nabi ist „derjenige, der eine Mitteilung übermittelt“. Er ist ein Mensch mit einem hohen Stellenrang und er ist wie ein Weg, der zur Rechtleitung führt.

Prophetenmoschee

 

 

Muhammad* als „ar-rasul“ (der Gesandte):

 

In der zweiten Hälfte des islamischen Glaubensbekenntnisses heißt es „…und Muhammad* ist Sein Diener und Gesandter“ (…wua Muhammadan abduhu wua rasul). Somit hat Gott Muhammad* den Menschen als Sein Gesandter geschickt, nicht nur um sie rechtzuleiten, aber um ihnen die vollendete Offenbarung von Gott zu bringen.

Ar-rasul ist die Bezeichnung für „einen von Gott auserwählten Mann, der eine wahy-Botschaft (göttliche Offenbarung/ Eingebung) von Ihm empfangen hat und mit ihrer öffentlichen Verkündigung an andere Menschen beauftragt wurde“.

Siegel

 

Muhammad* als „Siegel der Propheten“:

 

„(Und wisst, o Gläubige, dass) Muhammad* nicht der Vater von irgendeinem eurer Männer, sondern Gottes Gesandter und das Siegel aller Propheten ist. Und Gott hat fürwahr volles Wissen von alledem.“

(Qur’an 33:40) – Sure al-Ahzab (Die Verbündeten)

Wie dieser Qur’anvers schon darlegt, verstehen Musliminnen und Muslime unter anderem, dass der Prophet* die vollständige und abschließende Botschaft, den Heiligen Qur’an, gebracht hat, und er das Siegel der Propheten(reihe) ist. Daran geknüpft ist auch, dass der Qur’an als Offenbarungsschrift unverändert so erhalten geblieben ist und bleiben soll, wie dem Propheten* von Gott aufgetragen wurde.

Der letzte der Propheten kennzeichnet/ besiegelt etwas. Khatam bedeutet Siegel und kann als Ende eines Dokuments verstanden werden. Der Begriff khatam ist auch gleichbedeutend mit dem Begriff khitam, das „Ende“ oder der „Abschluss“ einer Sache.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

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Muhammad* – Teil VI

Hallo und Salam Alaikum,

Muhammad

 

Prophet Muhammad (Frieden und Segen seien allzeit auf ihm) wurde im rabi ul-awwal, dem dritten Monat des islamischen Mondkalenders geboren. Dieser Monat wird auch „Monat des Propheten“ genannt.

 

 

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„Ich sagte ihm, dass wir uns verfahren haben und eine Wegbeschreibung brauchen. Er bot mir für Ersteres eine Landkarte, schlug für Letzteres aber den Qur’an vor.“

 

Muhammad* war von Gott auserkoren worden, Sein Wort zu verkünden und den Menschen mitzuteilen, dass sie allein Gott dienen sollten. Gleichzeitig sollten sie in all ihren Belangen Gerechtigkeit, Milde und Barmherzigkeit gegenüber anderen, aber auch sich selbst ausüben. Einigen Überlieferungen zufolge hat sich Muhammad* öfter zur Meditation in die Einsamkeit einer Höhle am Berge Hira zurückgezogen. Dort erschien ihm, als er 40 Jahre alt war, der Engel Gabriel (Dschibril) in der Nacht der Bestimmung – auch bekannt als Layla-tul Qadr – und erklärte ihm im Namen Gottes zum Gesandten.

Dschibril wies Muhammad* an zu rezitieren. Muhammad* aber entgegnete: „Ich kann nicht rezitieren. Was soll ich rezitieren?“. Und der Engel sprach:

 

Wassertropfen

„Lies! Im Namen deines Erhalters, Der erschaffen hat – den Menschen erschaffen hat aus einer Keimzelle! Lies – denn dein Erhalter ist der Huldreichste, Der (den Menschen) den Gebrauch der Schreibfeder gelehrt hat – Den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste!“

(Qur’an 96:1-5) – Sure al-Alaq (Die Keimzelle)

 

 

Muhammad* hatte solche eine Situation vorher noch nicht erlebt und bekam es mit der Angst zu tun. Auf der einen Seite wusste er, dass es einen Grund geben musste, weshalb gerade er für die Verkündung der Botschaft Gottes auserkoren worden war, allerdings verstand er nicht warum gerade er.

Seine erste Frau Khadija tröstete ihn und machte ihm den Vorschlag mit ihr zusammen ihren Cousin Waraqa zu diesem Ereignis zu befragen. Waraqa selbst hatte sich dem Polytheismus (der Vielgötterei) entsagt und war Christ geworden. Er bestätigte Muhammad* und Khadija, dass Muhammad* der Prophet und Gesandte Gottes sei, der den Menschen die Botschaft Gottes überbringen und vermitteln werde.

Einige Jahre vergingen ohne dass Muhammad* weitere Offenbarungen empfing. Er machte sich Gedanken, ob die erste Offenbarung vielleicht nur eine Einbildung gewesen sei. Seine Gegner in Mekka verspotteten ihn deshalb, indem sie sagten: ‚Dein Gott hat dich verlassen und verachtet dich!’, woraufhin aber die Sura ad-Duha offenbart wurde:

 

Alles wird gut

 

„Dein Erhalter hat dich nicht verlassen, noch verachtet Er dich: denn, fürwahr, das kommende Leben wird besser für dich sein als dieser frühere Teil (deines Lebens!“

(Qur’an 93:3-4) – Sure ad-Duha (Die hellen Morgenstunden)

 

 

Interessanterweise, und das soll auch ein gewisser Wegweiser für jeden sein (der Text ist jedem, ob Muslim oder nicht, bekannt), wurde gleich nach der Sure 93, die Sure asch-schahr (Das Öffnen des Herzens) offenbart. Sie war in erster Linie zwar an den Propheten* und seine Anhänger gerichtet, dennoch konnte und kann jeder Mensch mit Herz und Verstand den Text für sich in guten wie in schlechten Zeiten beanspruchen und anwenden:

 

herz e„Haben Wir nicht dein Herz geöffnet
und von dir die Last genommen,
die so schwer auf deinem Rücken lastete?
Und (haben Wir nicht) dich an Würde erhöht?
Und, siehe, mit jeder Härte kommt die Erleichterung:
Wahrlich, mit jeder Härte kommt Erleichterung…“

(Qur’an 94:1-5) – Sure asch-Scharh (Das Öffnen des Herzens)

 

Drum werde herzlich, werde offen, werde weich in Deinen Gedanken und Taten, auf dass Du Frieden findest – mit Dir selbst und mit anderen.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

♥ Djuma Mubārakah ♥

Hallo und Salam Alaikum,

Juma Mubarak

 

ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Freitag.

 

 

 

Freindschaft.

Noch nie gehört?

Feind FreundFreund Feind

 

 

 

 

Okay, ich habe es nicht erfunden, aber es macht Sinn. Es ist, wenn eine Bekanntschaft weder Freund noch Feind ist, aber man mit dieser Bekanntschaft Erfahrungen gemacht hat – positive wie negative – die einen ein Leben lang prägen werden.

Es kann eine Freundschaft, eine Beziehung, eine Ehe, eine Partnerschaft, eine Familienverbindung oder sonstiges zwischen zwei Menschen gewesen sein.

Durch Veränderungen im Leben finden diese Verbindungen ein Ende, sei es durch einen Streit, unterschiedliche Meinungen, Lebensveränderungen und –vorstellungen. Der Mensch entwickelt sich ja stetig weiter. Mal zu Gunsten einer zwischenmenschlichen Verbindung, mal aber auch nicht. Letzteres bedeutet oftmals – willkürlich, aber auch unwillkürlich – dass man trotz gewisser Gemeinsamkeiten keinen gemeinsamen Weg mehr vor sich hat und sich – mal im Guten, mal aber auch im Schlechten – voneinander trennt.

FreundschaftEigentlich wollte man sich von dieser Person gar nicht „trennen“, aber die Umstände haben dazu geführt, dass man miteinander nicht mehr kann/ konnte, da man sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt und sich deshalb auch auf verschiedenen Pfaden im Leben befindet.

 

Man kann also nicht mehr miteinander, obwohl man für die Person irgendwo noch Gutes empfindet. Gleichzeitig entwickelt man für die Person aber auch ein gewisses Unverständnis. Also ist die Person weder Fisch noch Fleisch, kann also nicht wirklich in eine bestimmte Schublade gesteckt werden, ist also weder Freund noch Feind, hat aber von beidem etwas. Somit entwickelt sich die Verbindung zu einer Art „Freindschaft“.

„Freindschaft“ ist doch ein komisches Wort, oder? Aber es beinhaltet so viel, wenn man solch ein Verhältnis zu einer gewissen Person „pflegt“. Beispiele einer Freindschaft sind 1. Familienangehörige, die aufgrund von unterschiedlichen Lebensarten und Ansichten nicht mehr miteinander können, aber irgendwie – auch wenn sie nicht wollen – miteinander verbunden sind. Sehr innige Freundschaften – dieses „durch dick und dünn gehen“ – können sich auch dazu entwickeln, wenn ein neues Interesse gefunden worden ist, die Lebensvorstellungen auseinander gehen und die Gemeinsamkeiten immer weniger werden; und nichtsdestotrotz bleibt die Verbindung zu dieser Person, auch wenn man per se nichts mehr miteinander zu tun hat. Bei Beziehungen, Partnerschaften und Ehen sieht es ähnlich aus. Man liebt sich, man kann sich aber auch auseinanderl(i)eben. Neben Liebe ist Hass auch ein Gefühl, welches sich aus welchen Gründen auch immer innerhalb solcher Verbindungen breit machen kann. Ein Wechselbad der Gefühle, egal welche der oben genannten Verbindungen es ist.

Diese Menschen, mit denen man eine „Freindschaft“ hat – die hat man auch, selbst wenn man keinen oder nur sporadisch Kontakt mit ihnen hat – sind auch Menschen mit Gefühlen. Du, lieber Leser, wirst das Leben von Menschen um Dich herum in Deiner Vergangenheit geprägt haben. Auch Du wirst bei Deinen Freindschaften Eindrücke hinterlassen haben. Genauso wie Dein Gegenüber Dich geprägt und bei Dir Eindruck hinterlassen hat.

Man muss sich mal fragen, warum es zu diesen Freindschaften gekommen ist. Persönlich habe ich einige dieser Freindschaften. Und was mir aufgefallen ist: Sie holen Dich immer wieder ein, denn solange Du nachdenken und philosophieren kannst, werden Dich diese Menschen ein Leben lang begleiten. Ich kann mir gut vorstellen, dass so mancher Leser sich nun fragen wird, mit wem er/ sie eine Freindschaft hat, und warum es zu dieser überhaupt gekommen ist.

Mein Rat (dem ich auch selbst vor Kurzem gefolgt bin):

VerzeihenFass Dir ein Herz und kontaktiere diese Person. Frage an, ob diese Person Lust hat sich mit Dir zu treffen. Sage gleichzeitig, dass Dir bewusst ist, dass man unterschiedliche Wege gegangen ist, und das zu verstehen und zu respektieren ist, aber das der Wunsch besteht, sich – auch wenn Jahre seit dem letzten Treffen vergangen sind – sich auszutauschen und herauszufinden, wie es dem anderen geht.

Es geht nicht darum, dass hier gleich eine freundschaftliche Verbindung wieder aufgebaut werden soll, sondern einfach darum, dass man Einfühlsamkeit lernt und sich in den anderen Menschen versetzt, mit dem Du Dich noch vor langer Zeit einmal gut verstanden hast. Ob es eine Aussprache ist oder ob es nur dazu dient ein wenig Klarheit aber auch Seelenfrieden zu erlangen, liegt im Auge des einzelnen Betrachters.

Es bedarf sicherlich ein wenig Mut, aber bedenke, schlimmer als eine Absage – die sicherlich möglich ist – kann es nicht werden. Ich glaube sogar eher, dass die von Dir kontaktierte Person, mit der Du eine Freindschaft pflegst, Dich für Deinen Mut respektieren und auf Deine Anfrage eingehen wird. Denn auch Du wirst in der Vergangenheit Fehler gemacht haben, auch wenn sie Dir zum damaligen Zeitpunkt nicht bewusst war. Es beruht auf Gegenseitigkeit, Fehler einzugestehen und nach vorne zu schauen. Wenn dem nicht so ist, dann kannst Du aber – und solltest es auch – wenigstens für Dich einen Schlussstrich ziehen.

Rosenschmuck

 

So fass Dir ein Herz und melde Dich mal bei einer Person, die Du eigentlich sehr schätzt, auch wenn Ihr aufgrund von Diskrepanzen Eurer separaten Wege gegangen seid. Es kann eine Bereicherung sein und Dir Seelenfrieden geben.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen einen wunderbaren, von Gott gesegneten Freitag und ein schönes Wochenende.

LG und Salam Alaikum

Hannibal-Nur 🙂

Muhammad* – Teil V

Hallo und Salam Alaikum,

Muhammad

 

Mevlid/ Maulid, der Geburtstag des Propheten Muhammad (Friede und Segen seien allzeit auf ihm) ist vorbei, dennoch ist die Woche noch nicht um, und es gibt noch so viel, was man über den Propheten erzählen kann.

 

Wer an der Geschichte Muhammads* interessiert ist und nach Lektüre sucht, dem/ der kann ich folgende Bücher empfehlen:

Ibn Ishaq

Martin Lings

 

 

 

 

 

 

 

Ibn Isḥāqs „Das Leben des Propheten“, aus dem Arabischen von Gernot Rotter, Spohr Verlag, und

Martin Lings „Muhammad, Sein Leben nach den frühesten Quellen“, Spohr Verlag.

Letzteres Buch ist meiner Meinung nach ziemlich anspruchsvoll zu lesen und zu verstehen, deshalb würde ich ersteres Buch als ‚Einstieg’ verwenden (auch wenn beide ziemlich dicke Wälzer sind).

Ibn Ishaq 2Ibn Isḥāq ist ein muslimischer Historiker, der durch seine Muhammad*-Biographie bekannt wurde. Er wurde Anfang des 8. Jahrhunderts in Medina geboren, wanderte aufgrund von Differenzen mit der Stadt in Bezug auf den Propheten* nach Bagdad aus, wo er auch im Jahre 767-768 verstarb. Interessanterweise wurden ihm vorgeworfen, die Lehre der Willensfreiheit des Menschen vertreten zu haben. Umso erstaunlicher ist sein Werk über den Propheten* zu lesen.

Hier ein Auszug (Seite 36):

Bahira

 

Die Geschichte des Mönchs

Sergius Bahīrā

 

„Abu Talib zog eines Tages als Händler mit einer Karawane nach Syrien. Nachdem er die Vorbereitungen beendet und sich für die Reise entschieden hatte, wurde er vom Propheten leidenschaftlich bedrängt, so dass er Mitleid mit ihm empfand und sagte: ‚Bei Gott, ich will ihn mitnehmen, und wir wollen uns niemals trennen.’

So machte er sich mit ihm auf die Reise. In Busrā in Syrien, wo die Karawane anlangte, lebte ein Mönch namens Bahīrā in seiner Klause. Er kannte die Bücher der Christen. Schon immer hatten in jener Klause Mönche gelebt, die ihr Wissen aus einem Buch schöpften, das sie, so wird behauptet, einer zum anderen weitervererbten. Die Mekkaner waren früher schon oft bei diesem Mönch vorbeigekommen, doch hatte er nie mit ihnen gesprochen noch sich irgendwie um sie gekümmert.

Als sie aber in diesem Jahr in der Nähe seiner Klause lagerten, bereitete er ihnen ein großes Mahl. Er hatte nämlich in seiner Zelle gesehen, dass eine Wolke den Propheten in der sich nähernden Karawane beschattete. Und nachdem diese dann herangekommen war und sich in der Nähe unter einem Baum gelagert hatte, bemerkte er, wie die Wolke Schatten über den Baum breitete und dessen Zweige sich so über Muhammad* bogen, dass er darunter Kühlung fand. Als Bahīrā dies sah, kam er aus seiner Klause und ließ ihnen sagen: ‚Ich habe euch ein Mahl bereitet, Männer von Quraish. Ich möchte, dass ihr alle kommt, jung und alt, Sklave und freier Mann.’

‚Bei Gott, Bahīrā, Bedeutsames ist heute an dir’, erwiderte einer von ihnen und fuhr fort: ‚Noch nie hast du dies für uns getan, und wir sind schon oft bei dir vorbeigekommen. Was ist heute mit dir?’

‚Du hast recht. Es ist, wie du sagst. Aber ihr seid Gäste, und ich möchte euch mit einem Mahl ehren, an dem ihr alle teilhaben sollt’

Da kamen sie alle zu ihm. Nur Muhammad* blieb wegen seines jungen Alters beim Gepäck unter dem Baum zurück. Als nun Bahīrā sich unter seinen Gästen umsah, erblickte er nicht das Zeichen, das er aus dem Buche kannte. Deshalb sprach er:

‚Nicht ein einziger von euch, Männer von Quraish, soll meinem Mahle fernbleiben!’

‚ Bahīrā’, antworteten sie ihm, ‚keiner, dem es gebührte, zu dir zu kommen, ist zurückgeblieben. Nur einen Knaben, den jüngsten von uns, haben wir bei unserem Gepäck gelassen.’

‚Tut dies nicht!’ bat er uns, ‚ruft ihn, damit er mit euch am Mahle teilnimmt!’ Und ein Mann von den Quraish pflichtete ihm bei:

‚Bei den Göttinnen Lāt und ʿUzzā, wir haben Tadel verdient, dass wir den Sohn ʿAbdallāhs, des Sohnes des Abdalmuṭṭalib, zurückgelassen haben.’

…“

Die Geschichte geht spannend weiter…wer also Interesse hat mehr zu lesen, dem/ der kann ich nur Ibn Isḥāqs Muhammad*-Biografie wärmstens empfehlen.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

Muhammad* – Teil IV

Hallo und Salam Alaikum,

Muhammad

 

Mevlid/ Maulid, dem Geburtstag des Propheten Muhammad (Frieden und Segen seien allzeit auf ihm) wird auch heute noch gedacht.

 

 

Was hat eigentlich den Propheten* in seiner Einzigartigkeit so besonders gemacht, dass so viele Musliminnen und Muslime nach seinem Vorbild versuchen zu streben oder ihm nachzueifern? Was hat ihn so speziell gemacht, dass er noch heute solch einen Einfluss auf Gläubige ausübt?

 

Koran 1

 

– Muhammad* erwies Gott den allerhöchsten Respekt und lobpreiste Ihn ständig.
– Muhammad* betete für seine Gemeinschaft, seine Familie, sogar auch für seine Feinde.
– Muhammad* fastete regelmäßig, nicht nur im Ramadan, um Gott näher zu sein.

 

Koran 2– Muhammad* teilte seinen Tag in 3 Abschnitte ein: einen für Gott, einen für seine Familie, und einen für die Bedürftigen.
– Muhammad* übte sich jeden Tag aufs Neue in Geduld und Bescheidenheit.
– Muhammad* teilte gern sein Essen wie auch Hab und Gut mit anderen.

 

Quran 1– Muhammad* beging keinen Ehebruch und verbat es auch anderen.
– Muhammad* verbat Wucher und Zinsen beim Geldverleih.
– Muhammad* nahm weder am Klatsch anderer Menschen teil noch wollte er damit etwas zu tun haben.

 

Rose 1– Muhammad* bestand darauf, dass Frauen Rechte bekamen, wie auch ihre Aussteuer und ihr Erbe, und konnten Eigentum besitzen.
– Muhammad* verbot das Töten Unschuldiger.

 

koran

 

– Muhammad* stellte Familienbindungen, die unterbrochen waren, wieder her.
– Muhammad* redete nie lang und sprach auch dann nicht, wenn es keinen Grund gab.
– Muhammad* hatte ein offenes Herz und ein offenes Ohr für jeden, der/ die zu ihm kam.

 

Koran 1

– Muhammad* nahm nie ein Lob oder eine Belohnung an, ohne dieser Person auch eine Gunst zu erweisen.
– Muhammad* lies sich nicht aus der Fassung bringen.

 

– Muhammad* beleidigte nie jemanden, machte niemanden schlecht und auf Fehler machte er nur im Privaten aufmerksam.

rose

 

– Muhammad* pflegte gerne zu scherzen, aber nie im übertriebenen Maße. Es heißt, „sein Lachen ging nie über ein Lächeln oder Schmunzeln hinaus, wobei seine Zähne dabei wie Perlen leuchteten“.
– Muhammad* schrie nicht und schlug auch niemanden. Er selbst hatte viel erleiden müssen.
– Muhammad* war als vertrauenswürdig und mit vorbildlichen Charakter gesegnet bekannt, egal ob bei Freund oder Feind.

Es ist nur eine kleine Liste der charakterlichen Eigenschaften des Propheten Muhammad*, jedoch kann man schon anhand ihrer erkennen, dass es eine Herausforderung ist diesem Vorbild nachzueifern. Das Schöne aber daran ist, dass es nicht unmöglich ist diesen Eigenschaften nachzueifern und zu versuchen Charakterpflege zu betreiben. Nicht umsonst sagt man, dass wenn es verbesserungswürdige Charaktereigenschaften gibt, man zuerst bei sich selbst anfangen, in sich gehen und verstehen muss, welche Bedeutung eine positive Änderung haben kann – für einen selbst, aber auch für die Menschen um einen herum.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

Muhammad* – Teil III

Hallo und Salam Alaikum,

Muhammad

 

der Geburtstag des Propheten Muhammad (Frieden und Segen seien allzeit auf ihm) wird heute in den meisten Ländern mit islamischer Mehrheitsgesellschaft auf die oder andere Art und Weise gefeiert, gedacht und ihm geehrt.

 

Lampen

 

In diesem Jahr fällt der Geburtstag des lieben Propheten* auf den 23./ 24. Januar, also heute und morgen. Genau lässt sich der genaue Tag im gregorianischen Kalender nicht bestimmen, jedoch soll dieser am zwölften Tage des dritten Monats im islamischen Mondkalender stattfinden.

 

Das dieser Gedenktag jedes Jahr an einem anderen Tag gefeiert wird liegt daran, dass die Geburt des Propheten* nach dem islamischen, nicht dem gregorianischen Kalender, zelebriert wird. Diese Zeitrechnung beginnt mit dem Jahr 622 (nach Christus), in dem der Prophet* von Mekka nach Medina (vorher als Yathrib bekannt) ausgewandert ist.

Prophet Muhammads* voller Name ist Abul Qasim Muhammad Ibn Abd Allah, allerdings wurde der Kaufmannssohn unter dem Namen Muhammad bekannt. Er wurde im Jahre 570 in Mekka, der heute heiligsten Stadt der Muslime auf der arabischen Peninsula geboren. Muhammad ist auch bekannt als „Der Gepriesene“.

 

elefantDas Geburtsjahr des Propheten Muhammad* nennt sich auch „das Jahr des Elefanten“. In diesem Jahr, so wird überliefert, wollte das Heer des Abraha Al-Habaschi (aus dem heutigen Äthiopien) die Kabaa in Mekka zerstören, wurde jedoch von Gott besiegt und vernichtet.

Warum feiern so viele Musliminnen und Muslime den Geburtstag des Propheten und wiederum, warum so viele eben nicht?

Rose

 

Wenn man sich an die Geburtstag Muhammads* erinnert, dann erinnert man sich an die Lebensgeschichte des Propheten*, seine Tugenden, seine wunderbare Moral den Islam als Weg der Mitte zu verstehen und auch so zu leben, seine charakterlichen Eigenschaften und ihn als Vorbild zu nehmen.

Dadurch dass wir seinen Geburtstag wahrnehmen und ihm gedenken, erinnern wir uns an seine Lehren, und an die von Gott ihm übertragene Aufgabe als Botschafter der Barmherzigkeit und Liebe Gottes.

Die Gefährten des Propheten* haben seinen Geburtstag nicht gefeiert. Deshalb ist es für manche Musliminnen und Muslime Bid’a (eine Erneuerung), wenn der Geburtstag des Propheten gefeiert wird. Grund dafür ist, dass die Gefährten den Propheten* persönlich erlebt und gemeinsam mit ihm die Tage begangen und an Schlachten teilgenommen haben.

DankeWir aber, Musliminnen und Muslime im 21. Jahrhundert, waren nicht dabei und vergessen vieles, was geschehen ist. Deshalb müssen wir uns daran erinnern, auch durch bestimmte Ereignisse. Das bedeutet hier auch dem Propheten Muhammad* an seinem Geburtstag gedenken und einfach „Danke“ sagen, dass er den Muslimen damals sowie heute sehr viel gegeben hat…und es im Nachhinein noch immer tut.

Wie man den Geburtstag dieses großartigen Propheten begeht, sei jedem selbst überlassen. Aber gedenkt ihm, so dass es Euch warm ums Herz wird, Ihr Euch wohl fühlt, Freude in Euch aufkommt, und Ihr die Liebe zu ihm, aber auch zu Gott, spürt.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

Muhammad* – Teil II

Hallo und Salam Alaikum,

Muhammad

 

wie schon gestern erwähnt, ehren und gedenken Musliminnen und Muslime diese Woche dem Propheten Muhammad (Frieden und Segen seien allzeit auf ihm), da Maulid, also der Tag seiner Geburt, stattfinden wird.

 

Heute möchte ich zu einer Tugend Muhammads* aufrufen:

Spendet!

Ja, richtig, spendet!

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Der Prophet* hat seinerzeit Beachtliches gespendet, und das nicht nur in finanzieller oder materieller Form. Nicht umsonst gibt es viele Überlieferungen des Propheten*, in denen von seiner Großzügigkeit, aber auch von seinen klugen Lehren gesprochen wird.

Es gibt Pflichtabgaben, aber auch freiwillige Spenden. Heute geht es mir nur um Letzteres:

Die Sadaqa, also die freiwillige Spende, beinhaltet vieles: sie kann materiell, sie kann aber auch emotional sein. Eine freiwillige Spende ist unter anderem eine gute Tat, die man durchführen kann:

Dschabir (a.r.) berichtet, dass der Gesandte Gottes* gesagt hat:

“Jede gute Tat ist Sadaqa.” (Bukhari)

Es gibt vielerlei Arten von freiwilliger Spende:

Geben

 

– Etwas spenden, was man liebt und dennoch für einen besseren Zweck hergibt
– Jemandem die Schulden zu erlassen oder zu verringern
– Wohltaten vollbringen
– Streitereien schlichten
– Unstimmigkeiten aufklären
– Für Gerechtigkeit sorgen
– Seinen Mitmenschen, ob bekannt oder unbekannt, zulächeln.

Es gibt sicherlich noch viel mehr Arten von Sadaqa, aber besonders wichtig ist es eher zu geben (wenn man kann) anstatt zu nehmen (außer es hat seine Berechtigung).

„Sicher erlangt ihr nicht die Frömmigkeit, bis ihr von dem hergebt, was ihr liebt, …“
(Qur’an 3:92)

Lachen

 

Drum gebt, und lächelt. Denn selbst wenn Ihr nichts habt, lächelt anderen zu. Dies ist auch eine gute Tat.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂