Spannende TV-Tipps

Hallo und Salam Alaikum,

hier sind einige wirklich interessante und vielfältige TV-Tipps von EinsFestival. In den folgenden Reportagen und Dokumentationen werden Einblicke in gemischt-religiöse Beziehungen, Ehen, und von einzelnen Personen gegeben.

1. „Mit Gottes und Allahs Segen – Von christlich-muslimischen Hochzeiten“

Sendetermine: Mittwoch, 26.12. um 03.20 Uhr, und Samstag, 29.12. um 10.40 Uhr.

„Können Christen und Muslime friedlich zusammenleben? Während in Zeitungen vom Kampf der Kulturen die Rede ist, müssen Christen und Muslime im Alltag deutscher Städte miteinander auskommen. Immer häufiger fragt man sich, wie Integration gelingen kann. „Aufeinander zugehen“ schlagen Politiker vor, und genau das haben die Protagonisten dieses Films schon ganz im Stillen getan. Sie sind auf einander zugegangen. Wie die Kirchen fordern, haben sie einen „intensiven Dialog“ geführt und sie haben sich – das kann passieren – ineinander verliebt. Dass eine solche Liebe nicht notwendigerweise mit Drohungen und Ehrenmord enden muss, erzählen zwei christlich-muslimische Paare und ihre Familien.

Anna will ihren muslimischen Freund Ala unbedingt in einer katholischen Kirche heiraten. Und Christian, streng katholisch erzogen, plant mit seiner Verlobten Oya eine traditionell türkische Hochzeit. Monatelang wird das ungewöhnliche Ereignis vorbereitet. Anna und Ala drehen ein Hochzeitvideo für die Verwandten. Annas Mutter gibt zu, dass sie sich eigentlich einen katholischen Schwiegersohn gewünscht hätte. Christian fasst einen weit reichenden Entschluss und stellt sich der muslimischen Gemeinde seiner Braut vor. Die Paare steuern unbeirrt den Ehehafen an. Und wer es nicht glauben will, wird sehen: Es geht.

Auch Annas großer Bruder versteht, dass die Liebe seiner kleinen Schwester Berge und ihren muslimischen Freund in eine katholische Kirche versetzen kann. Islam und Christentum jenseits von Krieg, Bomben und Aufruhr in den Städten. Die Geschichten, die der Film erzählt, sind nicht Science-Fiction, sondern gelebte Utopie: zwei ungewöhnliche Liebesgeschichten des 21. Jahrhunderts.“

2. „Marianna und Arkadi – Eine jüdische Hochzeit in Deutschland“

Sendetermine: Mittwoch, 26.12. um 04.05 Uhr, und Samstag, 29.12. um 11.25 Uhr

„Auf ihre Hochzeit bereiten sie sich schon seit Monaten vor, die Brautleute Marianna und Arkadi. Denn den Bund fürs Leben schließen sie in Berlin nach streng orthodox-jüdischer Tradition.

Als die beiden vor Jahren mit ihren Eltern aus der früheren Sowjetunion nach Deutschland kamen, hatten sie nur wenig Ahnung vom Judentum. Und so schnell sie sich auch in die deutsche Gesellschaft integrierten – beide studieren in Berlin – zur Entdeckung ihrer jüdischen Identität brauchten sie länger. Inzwischen haben sie sich der erst vor wenigen Jahren in Deutschland wieder aufgelebten modernen jüdischen Orthodoxie angeschlossen, in deren Tradition wollen sie heiraten. Und das ist auch unter Juden in Deutschland noch ein ungewöhnlicher Weg.

Autor Günther B. Ginzel hat sie dabei begleitet, von der Auswahl des Hochzeitskleides bis zum Besuch der Talmudschule, vom Backen der streng koscheren Hochzeitstorte bis zum Segensspruch des Rabbiners unter dem Traubaldachin. Selbstverständlich haben Marianna und Arkadi auch all ihre nichtjüdischen Freunde eingeladen. Aber vor der Hochzeit gibt es keinen Polterabend, sondern eine Zeit der Einkehr mit Fasten, Lernen und Beten. Aber dann, wenn der Rabbiner endlich seinen Segen gegeben hat, wird auch kräftig gefeiert – wenn auch streng nach Geschlechtern getrennt.“

3. „Wie es mir gefällt – Das neue Selbstbewusstsein der Muslima in Deutschland“

Sendetermine: Mittwoch, 26.12. um 04.50 Uhr, und Samstag, 29.12. um 12.10 Uhr

„“Ich lebte in einer traditionellen türkischen Familie und ging in eine deutsche Schule und sah da freies Leben, ich sah Leben. Und zu Hause war für mich Nicht-Leben“, erinnert sich die Berliner Anwältin Seyran Ates. Sie unterstützt junge Frauen, die gegen ihren Willen verheiratet werden sollen.

Längst leben in Deutschland junge muslimische Frauen der zweiten Generation, die hier aufgewachsen sind und selbst entscheiden wollen, wie sie mit Religion, der eigenen Kultur und den Erwartungen der Deutschen umgehen.

„Ich glaube nicht, dass jemand mir vorschreiben kann, was Freiheit ist. Meine Freiheit ist dieser Weg“, erklärt Sahar El-Qasem, eine gläubige Muslimin, die sich ganz bewusst für ihren Glauben und das Kopftuch entschieden hat.

Sie ist eine von drei Frauen, die Marcel Kolvenbach in seinem Film portraitiert. Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und sich emanzipieren, – sowohl von den Wertevorstellungen ihrer Eltern als auch von den Vorurteilen der Deutschen, wie die Drehbuchautorin Arzu Carkin, die zwischen Deutschland und der Türkei pendelt. Ihre Botschaft ist die Freiheit, zu glauben oder nicht zu glauben, mit oder ohne Kopftuch, aber nie sich selber aufzugeben.

Die drei Frauen stehen für eine neue Generation von Muslima in Deutschland. Frauen, die provozieren, weil sie sich nicht mehr vorschreiben lassen, wer sie sein und was sie glauben sollen, weder von Deutschen noch von ihren Brüdern oder Vätern.

Frauen, die irritieren, weil sie in keine Schublade passen und mit Vorurteilen aufräumen.“

4. „Glaube. Liebe. Couscous.“

Sendetermine: Mittwoch, 26.12. um 02.35 Uhr und 05.35 Uhr, und Samstag, 29.12. um 12.55 Uhr

„Ihr Abenteuer heißt Familie. Ihre Alltagsgeschichten sind komisch und manchmal traurig. Hinter ihren Türen prallen Kulturen und Leidenschaften aufeinander. Das kohlebeheizte Wohnzimmer in der Altbauwohnung ist der Altar ihres unterschiedlichen Glaubens. An einer Wand hängen Papas Suren aus dem Koran in arabischer Schrift, gegenüber schmücken Mamas Bilder von schönen katholischen Kirchen in Kroatien das Zimmer. Auf dem weichen Teppichboden spielt der 13-jährige Zakariah Gameboy, während die 11-jährige Meriam deutsche Hits aus ihrem iPod hört.

Ihre Mutter Zana (37) ist eine gläubige Katholikin von der Insel Hvar in Kroatien. Vater Ben (47), ein Muslim aus Tunesien und ehemaliger Türsteher, ist von Beruf Maschinenführer. Er hat nach dem Mord an seinem besten Freund seinen Glauben wiederentdeckt und betet jetzt fünfmal am Tag die Suren des Korans. „Wir sind ein Mischmasch“, sagen die Kinder.

Die Familie Miloud-Budrovic lebt in dem Kölner Stadtteil Nippes tagtäglich die Konflikte zwischen Bibel und Koran, Cevapcici und Couscous. Bei ihnen prallen zwei Konfliktfelder aufeinander: Glaube und Familie.

Jetzt nähern sich die Kinder der Pubertät. Zaki widerspricht seinem Vater, wo er nur kann, und fragt ihn provokativ, was er eigentlich bisher Besonderes geleistet habe. Zum Ärger seines Vaters meidet der Sohn seit Wochen den Gang zur Moschee. Von seiner Tochter erwartet Vater Ben, dass sie einmal einen Muslim heiratet, nach den Regeln des Koran. Darauf bereitet er sie jetzt schon vor. Doch hinter seinem Rücken schüttelt sie darüber nur den Kopf.

Der Film taucht ein in den spannungsgeladenen Alltag dieser humorvollen Familie, die trotz ihrer religiösen Gegensätze und des finanziellen Drucks bisher immer wieder aus jeder Krise einen Weg gefunden hat.

Als Zana vor 15 Jahren in einer italienschen Eisdiele ihren Mann Ben kennenlernte, war sie noch Studentin. Er stand als tunesischer Beamtensohn und deutscher „Mister Universum“ nach sieben Jahren Ehe mit einer Polin vor der Scheidung und war hoch verschuldet. Doch Zana ließ sich nicht abschrecken. Sie verliebte sich in seine dunklen, traurigen Augen und bot ihm ihre Hilfe an. Er küsste sie schon am ersten Abend und brachte ihr jeden Tag eine Rose. Heute schüttelt sie manchmal den Kopf: „Von seinen Rosen sind viele Dornen übrig geblieben“, meint sie, aber bereut habe sie das Leben mit ihm noch nie. Ihre Kinder wachsen nun zwischen drei Kulturen, vier Sprachen und zwei Religionen auf: „Zusammen sind wir wie Vulkan und Feuer“.“

Viel Spaß beim Anschauen.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

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