♥ HAPPY NEW YEAR ♥

Hallo und Salam Alaikum,

2013

 

ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes, gesundes und besinnliches Jahr 2013.

„Unkraut wächst in zwei Monaten, eine rote Rose braucht dafür ein ganzes Jahr.“
(Rumi)

 

„Wachse wild – beaufsichtige dich nicht ständig – geh deinen Ahnungen nach – lass nichts zwischen dich und das Licht treten – sei nicht geizig mit dir – jage deinem Leben nach – respektiere die Menschen nur als Brüder (und Schwestern)– genieße das Land, doch besitze es nicht – sei mit Entschlossenheit, was du bist – lass die Gesellschaft nicht das Element sein, in dem du schwimmst – arbeite mehr an dir selbst – mach deinen Lebensunterhalt nicht zu deiner Arbeit, sondern zum Spiel – vereinfache dein Leben – tu, was du wirklich liebst – koste die Welt aus und verwandle sie dir an – lass dich vom Schoss der Erde tragen – nimm dich in Zucht, um dich der Liebe hinzugeben.“
(Henry David Thoreau)

Lila Kunst

 

Findet Euch selbst, nehmt den Mittelweg in allem, was Ihr tut, was Ihr anstrebt, was Ihr Euch wünscht.

Seid nicht zu streng, sei es zu Euch selbst oder zu anderen; seid aber auch nicht zu lasch, weder zu Euch selbst noch zu anderen.

 

Gottes Segen

 

Der Prophet Muhammad (saw) hat in all seinen Gedanken, Worten und Taten stets den gesunden Mittelweg gewählt. Wenn er es mal nicht tat, dann ist er von Gott gerügt worden. Dies spiegelt sich auch im Qur’an wieder.

 

Werdet wach und seht Euch selbst.
Hört auf das, was Euch Euer Bauchgefühl sagt, nicht (immer), was andere Euch sagen.
Bedenkt, nur durch eigenes Wohlbefinden und Glück werdet Ihr geneigt sein, anderen gut zu tun und sie glücklich zu machen.

Strebt die Ziele an, die Ihr erreichen möchtet.
Übertreibt jedoch nicht, sondern geht einen Schritt nach dem anderen.
Viele kleine Ziele bringen einen zum großen Ziel.

Schießt nicht über das Ziel hinaus, sonst werdet Ihr es nicht erreichen.
Ihr könnt Euch Eure Träume, Wünsche und mehr erfüllen, wenn Ihr mit Logik und Verstand (und manchmal auch Plan) Euch einer Sache annehmt.
sufi

 

In diesem Sinne,

ein gesegnetes und spannendes Jahr wünscht Euch

mit ganz lieben Grüßen und Frieden für jeden und an alle,

Hannibal-Nur 😀

„Muslime in Deutschland. Lebenswelten und Jugendkulturen“

Hallo und Salam Alaikum,

Muslime in Deutschland

 

 

 

„In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg hat ufuq.de die aktuelle Ausgabe von „Politik & Unterricht. Zeitschrift für die politische Praxis der politischen Bildung“ gestaltet. Thema: „Muslime in Deutschland. Lebenswelten und Jugendkulturen“.“

 

Hier können Sie das Heft bestellen oder kostenlos herunterladen:

http://www.politikundunterricht.de/3_4_12/muslime.htm

Klicke, um auf muslime.pdf zuzugreifen

Eine sehr interessante Lektüre über junge MuslimInnen in Deutschland.

LG und Salam

Hannibal-Nur

„Pastor Terry Jones gegen The Beatles“

Hallo und Salam Alaikum,

hier eine tolle Reaktion der Menschen auf dem Times Square als Antwort auf Pastor Terry Jones‘ versuchte Hassrede gegenüber dem Islam.

Es zeigt, dass es auch friedliche, aber doch sehr überwältigende Maßnahmen gibt, die einen zum Schweigen, aber auch Nachdenken bringen:

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

♥ Djuma Mubārakah ♥

Hallo und Salam Alaikum,

ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Freitag.

„Die wesentliche Voraussetzung für Dein Glück ist die Bereitschaft, der zu sein, der Du bist“

Leuchtender SufiEs ist eine Herausforderung an den Einzelnen/ die Einzelne, womit deutlich gemacht werden soll, dass das eigene Glück sowie Zufriedenheit nur durch den eigenen Verstand, Gottes aber auch der Zulassung anderer Menschen Hilfe, erlangt werden kann.

Voraussetzungen gibt es viele, und viele muss man auch erfüllen, um das zu erreichen, was man erreichen möchte. Wie sagt man so schön im Volksmund: Von nichts kommt nichts! Wahre Worte, an die sich der Mensch immerzu erinnern sollte.

Man sollte nicht warten, dass andere Menschen für einen etwas tun, so dass man Bestimmtes erlangt. Inneren Frieden bekommt man nur, wenn man sich mit sich selbst beschäftigt, und sich gleichzeitig hinterfragt, wofür man was in diesem Leben macht.

Taube des Friedens

Glück kann man nicht kaufen. Glück wird oft unterschätzt und missverstanden. Nur diejenigen, die Glück in seiner wahren, reinen Form erleben dürfen, können dieses Gefühl genießen. Auch wenn es nur für einen Moment ist. Bedenke: Ein Glücksmoment kann ein Leben lang halten und Erinnerung wie warme Gefühle schaffen. Der Begriff „Glück“ hat zwei unterschiedliche Bedeutungen:

1. Glück im Sinne von „Glück haben“

2. Glück im Sinne von „Glück empfinden“.

Das Empfinden von Glück ist sowohl ein Gefühl, als auch ein Zustand, in dem sich eine Person befindet und der sich durch ein allgemeines, oft unbewussten Wohlbefinden auszeichnet.

Entscheidend sind dabei nicht die objektiven Tatsachen, sondern das subjektive Erleben der betreffenden Person.

„Glück empfinden“ können wir während einer kurzen Zeitdauer, das ist ein Glücksmoment. Beispiele hierzu wären: Sex haben; etwas Gutes essen; mit Freunden zusammen sein; eine wichtige Sache erfolgreich abschließen.

„Glück empfinden“ kann ein dauerhaftes Gefühl sein, also im Glück leben. Beispiele hierzu wären: Mit dem Leben zufrieden sein; viele Glücksmomente erleben.

Glück kann man sich nur selbst schaffen, wenn man bereit ist, der oder die zu sein, der oder die man ist.

Religiöse und spirituell lebende Menschen scheinen oftmals glücklicher zu sein, aber wie es dazu kommt, dazu gibt es primär nur Spekulationen. Und nicht jeder religiös und spirituell lebender Mensch ist glücklich. In Wahrheit gibt es viele, die nach diesem Glücksempfinden suchen und teilweise sogar lechzen, aber nicht in der Lage sind, sich von bestimmten Zwängen und Fängen, die sie sich selbst auflegen, zu befreien.

Stärke eines LöwnesDazu gehört auch Bereitschaft. Bereit für etwas zu sein ist oftmals eine große Herausforderung an den/ die Einzelne(n). Bereitschaft einer einzelnen Person bedeutet auf der einen Seite ein wenig von sich aufzugeben, um dem gewünschten Ziel entgegenzustreben, und auf der anderen Seite der Wille und die Fähigkeit, für eine Reise, eine Person oder eine zu übernehmende Aufgabe bereit zu sein.

Die Botschaft dieses Zitates soll dahingehend sein, dass der individuelle Mensch selbstverantwortlich zu sich und seinen Gedanken, Worten und Taten steht. Wenn dadurch der Glaube an sich selbst gefestigt wird, kann das Glück nicht weit entfernt sein. Nur dazu muss der Mensch willens sein, von hemmenden Situationen freizukommen, sich seiner Selbst bewusst zu werden, und von seinen eigenen (Glaubens-) Vorstellungen und Verständnis überzeugt sein.

SegelislamWenn Du bereit bist, der/ die zu sein, der/ die Du bist, dann hast Du Dir die Voraussetzung zur Schaffung Deines eigenen Glückes erarbeitet.

Arbeite nicht im Verborgenen, sondern befreie Dich von Deinen Fesseln, und lerne die Liebe und Wärme Gottes in Deinem Inneren zu spüren.

Dann wirst auch Du das Glück erhalten, von Gott, so Gott will, und von den Menschen.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen wunderbaren, von Gott gesegneten Freitag und ein wunderbares und erfüllendes Wochenende.

LG und Salam Alaikum

Hannibal-Nur 🙂

Spannende TV-Tipps

Hallo und Salam Alaikum,

hier sind einige wirklich interessante und vielfältige TV-Tipps von EinsFestival. In den folgenden Reportagen und Dokumentationen werden Einblicke in gemischt-religiöse Beziehungen, Ehen, und von einzelnen Personen gegeben.

1. „Mit Gottes und Allahs Segen – Von christlich-muslimischen Hochzeiten“

Sendetermine: Mittwoch, 26.12. um 03.20 Uhr, und Samstag, 29.12. um 10.40 Uhr.

„Können Christen und Muslime friedlich zusammenleben? Während in Zeitungen vom Kampf der Kulturen die Rede ist, müssen Christen und Muslime im Alltag deutscher Städte miteinander auskommen. Immer häufiger fragt man sich, wie Integration gelingen kann. „Aufeinander zugehen“ schlagen Politiker vor, und genau das haben die Protagonisten dieses Films schon ganz im Stillen getan. Sie sind auf einander zugegangen. Wie die Kirchen fordern, haben sie einen „intensiven Dialog“ geführt und sie haben sich – das kann passieren – ineinander verliebt. Dass eine solche Liebe nicht notwendigerweise mit Drohungen und Ehrenmord enden muss, erzählen zwei christlich-muslimische Paare und ihre Familien.

Anna will ihren muslimischen Freund Ala unbedingt in einer katholischen Kirche heiraten. Und Christian, streng katholisch erzogen, plant mit seiner Verlobten Oya eine traditionell türkische Hochzeit. Monatelang wird das ungewöhnliche Ereignis vorbereitet. Anna und Ala drehen ein Hochzeitvideo für die Verwandten. Annas Mutter gibt zu, dass sie sich eigentlich einen katholischen Schwiegersohn gewünscht hätte. Christian fasst einen weit reichenden Entschluss und stellt sich der muslimischen Gemeinde seiner Braut vor. Die Paare steuern unbeirrt den Ehehafen an. Und wer es nicht glauben will, wird sehen: Es geht.

Auch Annas großer Bruder versteht, dass die Liebe seiner kleinen Schwester Berge und ihren muslimischen Freund in eine katholische Kirche versetzen kann. Islam und Christentum jenseits von Krieg, Bomben und Aufruhr in den Städten. Die Geschichten, die der Film erzählt, sind nicht Science-Fiction, sondern gelebte Utopie: zwei ungewöhnliche Liebesgeschichten des 21. Jahrhunderts.“

2. „Marianna und Arkadi – Eine jüdische Hochzeit in Deutschland“

Sendetermine: Mittwoch, 26.12. um 04.05 Uhr, und Samstag, 29.12. um 11.25 Uhr

„Auf ihre Hochzeit bereiten sie sich schon seit Monaten vor, die Brautleute Marianna und Arkadi. Denn den Bund fürs Leben schließen sie in Berlin nach streng orthodox-jüdischer Tradition.

Als die beiden vor Jahren mit ihren Eltern aus der früheren Sowjetunion nach Deutschland kamen, hatten sie nur wenig Ahnung vom Judentum. Und so schnell sie sich auch in die deutsche Gesellschaft integrierten – beide studieren in Berlin – zur Entdeckung ihrer jüdischen Identität brauchten sie länger. Inzwischen haben sie sich der erst vor wenigen Jahren in Deutschland wieder aufgelebten modernen jüdischen Orthodoxie angeschlossen, in deren Tradition wollen sie heiraten. Und das ist auch unter Juden in Deutschland noch ein ungewöhnlicher Weg.

Autor Günther B. Ginzel hat sie dabei begleitet, von der Auswahl des Hochzeitskleides bis zum Besuch der Talmudschule, vom Backen der streng koscheren Hochzeitstorte bis zum Segensspruch des Rabbiners unter dem Traubaldachin. Selbstverständlich haben Marianna und Arkadi auch all ihre nichtjüdischen Freunde eingeladen. Aber vor der Hochzeit gibt es keinen Polterabend, sondern eine Zeit der Einkehr mit Fasten, Lernen und Beten. Aber dann, wenn der Rabbiner endlich seinen Segen gegeben hat, wird auch kräftig gefeiert – wenn auch streng nach Geschlechtern getrennt.“

3. „Wie es mir gefällt – Das neue Selbstbewusstsein der Muslima in Deutschland“

Sendetermine: Mittwoch, 26.12. um 04.50 Uhr, und Samstag, 29.12. um 12.10 Uhr

„“Ich lebte in einer traditionellen türkischen Familie und ging in eine deutsche Schule und sah da freies Leben, ich sah Leben. Und zu Hause war für mich Nicht-Leben“, erinnert sich die Berliner Anwältin Seyran Ates. Sie unterstützt junge Frauen, die gegen ihren Willen verheiratet werden sollen.

Längst leben in Deutschland junge muslimische Frauen der zweiten Generation, die hier aufgewachsen sind und selbst entscheiden wollen, wie sie mit Religion, der eigenen Kultur und den Erwartungen der Deutschen umgehen.

„Ich glaube nicht, dass jemand mir vorschreiben kann, was Freiheit ist. Meine Freiheit ist dieser Weg“, erklärt Sahar El-Qasem, eine gläubige Muslimin, die sich ganz bewusst für ihren Glauben und das Kopftuch entschieden hat.

Sie ist eine von drei Frauen, die Marcel Kolvenbach in seinem Film portraitiert. Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und sich emanzipieren, – sowohl von den Wertevorstellungen ihrer Eltern als auch von den Vorurteilen der Deutschen, wie die Drehbuchautorin Arzu Carkin, die zwischen Deutschland und der Türkei pendelt. Ihre Botschaft ist die Freiheit, zu glauben oder nicht zu glauben, mit oder ohne Kopftuch, aber nie sich selber aufzugeben.

Die drei Frauen stehen für eine neue Generation von Muslima in Deutschland. Frauen, die provozieren, weil sie sich nicht mehr vorschreiben lassen, wer sie sein und was sie glauben sollen, weder von Deutschen noch von ihren Brüdern oder Vätern.

Frauen, die irritieren, weil sie in keine Schublade passen und mit Vorurteilen aufräumen.“

4. „Glaube. Liebe. Couscous.“

Sendetermine: Mittwoch, 26.12. um 02.35 Uhr und 05.35 Uhr, und Samstag, 29.12. um 12.55 Uhr

„Ihr Abenteuer heißt Familie. Ihre Alltagsgeschichten sind komisch und manchmal traurig. Hinter ihren Türen prallen Kulturen und Leidenschaften aufeinander. Das kohlebeheizte Wohnzimmer in der Altbauwohnung ist der Altar ihres unterschiedlichen Glaubens. An einer Wand hängen Papas Suren aus dem Koran in arabischer Schrift, gegenüber schmücken Mamas Bilder von schönen katholischen Kirchen in Kroatien das Zimmer. Auf dem weichen Teppichboden spielt der 13-jährige Zakariah Gameboy, während die 11-jährige Meriam deutsche Hits aus ihrem iPod hört.

Ihre Mutter Zana (37) ist eine gläubige Katholikin von der Insel Hvar in Kroatien. Vater Ben (47), ein Muslim aus Tunesien und ehemaliger Türsteher, ist von Beruf Maschinenführer. Er hat nach dem Mord an seinem besten Freund seinen Glauben wiederentdeckt und betet jetzt fünfmal am Tag die Suren des Korans. „Wir sind ein Mischmasch“, sagen die Kinder.

Die Familie Miloud-Budrovic lebt in dem Kölner Stadtteil Nippes tagtäglich die Konflikte zwischen Bibel und Koran, Cevapcici und Couscous. Bei ihnen prallen zwei Konfliktfelder aufeinander: Glaube und Familie.

Jetzt nähern sich die Kinder der Pubertät. Zaki widerspricht seinem Vater, wo er nur kann, und fragt ihn provokativ, was er eigentlich bisher Besonderes geleistet habe. Zum Ärger seines Vaters meidet der Sohn seit Wochen den Gang zur Moschee. Von seiner Tochter erwartet Vater Ben, dass sie einmal einen Muslim heiratet, nach den Regeln des Koran. Darauf bereitet er sie jetzt schon vor. Doch hinter seinem Rücken schüttelt sie darüber nur den Kopf.

Der Film taucht ein in den spannungsgeladenen Alltag dieser humorvollen Familie, die trotz ihrer religiösen Gegensätze und des finanziellen Drucks bisher immer wieder aus jeder Krise einen Weg gefunden hat.

Als Zana vor 15 Jahren in einer italienschen Eisdiele ihren Mann Ben kennenlernte, war sie noch Studentin. Er stand als tunesischer Beamtensohn und deutscher „Mister Universum“ nach sieben Jahren Ehe mit einer Polin vor der Scheidung und war hoch verschuldet. Doch Zana ließ sich nicht abschrecken. Sie verliebte sich in seine dunklen, traurigen Augen und bot ihm ihre Hilfe an. Er küsste sie schon am ersten Abend und brachte ihr jeden Tag eine Rose. Heute schüttelt sie manchmal den Kopf: „Von seinen Rosen sind viele Dornen übrig geblieben“, meint sie, aber bereut habe sie das Leben mit ihm noch nie. Ihre Kinder wachsen nun zwischen drei Kulturen, vier Sprachen und zwei Religionen auf: „Zusammen sind wir wie Vulkan und Feuer“.“

Viel Spaß beim Anschauen.

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

Weihnachten und die islamische Welt

Hallo und Salam Alaikum,

Weihnachtsbaum

 

das Internetportal „Qantara.de“ hat ein Dossier zum Thema „Weihnachten und die islamische Welt“ veröffentlicht, welches ich gerne teilen möchte.

In ihrem Dossier beleuchten sie, was Christen und Muslime an Weihnachten verbindet und welchen traditionellen Stellenwert das Weihnachtsfest im Orient bis heute einnimmt.

 

Folgende Themen sind dabei:

1. Noel Baba: Weihnachtszeit in der Türkei – Nikolaus auf Türkisch;

2. Weihnachten in Pakistan – Im harmonischen Einklang mit der muslimischen Gemeinschaft;

3. Was Muslimen und Christen gemeinsam ist – Eine Weihnachts-Meditation;

4. Eine deutsch-türkische Liebesgeschichte – Müzeyyen liebt Weihnachten;

5. Buchtipp Mehdi Bazargan: Und Jesus ist sein Prophet.

 

Hier ist der Link zur Seite „Qantara.de“: http://de.qantara.de/wcsite.php?wc_b=1447

Viel Spaß beim Lesen :).

Tanne in Dubai

 

 

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

 

Und hier noch ein Lied von Fairuz – Sawt el Eid (Stille Nacht, heilige Nacht):

Stille Nacht, heilige Nacht

Hallo, Grüß Gott und Salam Alaikum,

der Friede sei mit Euch allen, heute und jeden Tag, so Gott will, und Ihr natürlich auch.

Ich wünsche allen, die Heiligabend und die Weihnachtstage feiern, fröhliche und besinnliche Feiertage.

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Auch uns Muslimen lege ich es mit wärmsten Gefühlen ans Herz, dass sie der Geburt eines der besten Propheten, Jesus/ Isa (a.s.), gedenken, und dabei auch seiner Mutter, Maria/ Maryam (a.s.), ihre Aufmerksamkeit widmen.

Auch wenn Weihnachten maßgeblich das wichtigste Fest der Christen ist, so hat sein Ursprung direkte Parallelen zum Islam, und die sollte man als Muslim auch hier unter uns nicht vergessen.

 

Somit lasst uns die Geburt des Propheten Jesus feiern. Er war jemand, der durch seinen Charakter und durch Wunder die Welt verändert hat. Ein außergewöhnlicher Mensch, ein außergewöhnlicher Mann, ein außergewöhnlicher Prophet!

 

Jesus und Maria MiniaturUnd vergesst nicht Maria/ Maryam (a.s.), die Mutter Jesu/ Isa (a.s.). Ihr Name bedeutet „Anbeterin Gottes“. Laut den islamischen Quellen, Mariam (a.s.), empfing Maryam (a.s.) durch den Engel Jibril (Gabriel) die Offenbarung, dass sie einen Sohn bekommen sollte, obwohl sie mit keinem Mann zusammen gewesen war. Sie zog sich aus Jerusalem in die Einöde zurück, an einen Ort der später als Bethlehem bekannt werden sollte. Völlig erschöpft, hungrig und durstig war sie, als Gott zu ihren Füßen eine Quelle entspringen ließ und eine verdorrte Dattelpalme Früchte trug. Dort gebar sie ihren Sohn Jesus/ Isa (a.s.), ohne jeglichen menschlichen Beistand.

 

IMG_9444Genießt die Zeit mit Euren Lieben zusammen. Schlichtet Streitereien und findet Frieden zueinander, und zu Euch selbst. Feste werden nicht nur aus religiösen, sondern auch aus sozialen Gründen gefeiert. Seid füreinander da, zeigt, dass Ihr andere gern habt, und gedenkt auch derer, die nicht mit Euch sein können.

 

 

Um unseren Bundespräsidenten in seiner ersten Weihnachtsrede zu unterstützen, appelliere auch ich an alle „mehr Mut und Zivilcourage“ zu zeigen. Joachim Gauck: „In der Sprache der Politik heißt das: Solidarität. In der Sprache des Glaubens: Nächstenliebe. In den Gefühlen der Menschen: Liebe.

 

Religionen

 

Möge Gott uns die Weisheit und die Kraft schenken, auf dass wir in Achtsamkeit auf uns, dem lieben Propheten Jesus/ Isa (a.s.) und seiner geliebten Mutter Maria/ Maryam (a.s.) dieser Tage gedenken.

 

 

LG und Salam

Hannibal-Nur 🙂

♥ Djuma Mubārakah ♥

Hallo und Salam Alaikum,

ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Freitag.

Eine Muslima bereitet sich auf Weihnachten vor! Wer? Es gibt Muslime, die Weihnachten feiern? Aber sicher! Hierzulande hat auch Muslime das Weihnachtsfieber gepackt, und nicht zu knapp.

Geborene Muslime, aber auch KonvertitInnen zum Islam sind jedes Jahr aufs Neue mit Weihnachten „konfrontiert“. Sei es durch die Kinder, welche die christlichen Feiertage im Kindergarten oder in der Schule mitbekommen, oder aber die Familien zum Islam Konvertierter, welche weiterhin Weihnachten feiern, sei es aus christlich-religiöser oder familienbezogener Motivation.

Man wird vom Weihnachtsfieber gepackt. So manche sagen, man kann sich gar nicht dagegen wehren. Andere strampeln dagegen, aber würde es um ihr Leben gehen. Es ist interessant, wie unterschiedlich der Brauch vom Weihnachten feiern von Muslimen aufgenommen und verstanden wird. Auf der einen Seite haben wir Muslime, die vehement dagegen ankämpfen, dass Weihnachten unter ihnen wahrgenommen, „gefeiert“ und begangen wird. Sie sagen, dass wenn Muslime dieses nachahmen würden, dann würden sie, streng genommen, keine Muslime mehr sein. Es gibt Ahadith (Überlieferungen des Propheten saw), auf welche sich in dieser Hinsicht so manche Muslime stützen. Wie z.B.: „Der Prophet (saw) sagte: Wer ein Volk nachmacht, ist einer von ihnen.“ oder auch „Umar (r.a.) pflegte zu sagen: Meidet die Feinde Allahs während ihrer Festtage“.

Beide Ahadith haben durchaus ihren Sinn und Zweck, und wenn man etwas genauer liest und versteht, dann weiß man sie anders zu interpretieren als es auf den ersten Blick in diesem Kontext zu sein scheinen mag. Im Kontext von Weihnachten, dem wichtigsten Fest der Christen weltweit, sollte diesbezüglich Offenheit und Verstand genutzt werden. Wie also soll Weihnachten im islamischen Kontext verstanden werden?

Geburt Jesu im Islam

 

Gerade die Weihnachtsgeschichte, die Geschichte von Jesu Geburt, spiegelt sich im Heiligen Qur’an in großer Ausführlichkeit. Insbesondere ist sie in zwei Suren zu finden: in der in Mekka offenbarten Sure 19 (Maryam – Maria) und in der später in Medina offenbarten Sure 3 (Al ‚Imran – Das Haus von ’Imran). So sagte Jesus (Isa a.s.) in der Sure Maryam:

 

 

Jesus bei der Bergpredigt„…er sagte: „Siehe, ich bin ein Diener Gottes. Er hat mir Offenbarung gewährt und mich zu einem Propheten gemacht und mich gesegnet gemacht, wo auch immer ich sein mag; und Er hat mir Gebet und Mildtätigkeit geboten, solange ich lebe, und (hat mich versehen mit liebender Achtung gegenüber meiner Mutter; und Er hat mich nicht überheblich oder bar der Gnade gemacht. „Darum war Frieden auf mir am Tag, da ich geboren wurde, und (wird auf mir sein) am Tag meines Todes und am Tag, da ich (wieder) zum Leben auferweckt werde!“.

 

 

Koran

Die Sure Maryam spricht von der Verkündung an Maria, der Geistzeugung und der Geburt Jesu. Heiligabend und die Weihnachtstage scheint für viele Menschen nur ein bedeutsames Fest für Christen zu sein, deshalb wird auch immer wieder unter Muslimen gesagt, man solle mit den Christen nicht zusammen feiern.

 

Das Problem hierbei ist, dass die christlichen Feiertage unseren muslimischen Feiertagen doch sehr viel näher sind als man sich im ersten Augenblick denken mag. Das kommende Fest der Christen gleicht ein wenig der heiligen Nacht der Muslime – Lailatu’l Qadr. Die Nacht der Bestimmung ist eine Nacht der Verpflichtung auf Frieden, wenn es den Selbstverständnis von Muslimen entspricht, Gott genauso zu lieben wie den Nächsten.

Muslime und Christen dürfen nicht vergessen, dass sie beide Heilige Nächte in ihrem jeweiligen Glauben haben und entsprechend auch ihren Respekt und ihre guten Wünsche im jeweiligen religiösen Verständnis entgegenbringen sollten. Es zeigt, welche Zeichen Gott für Christen und Muslime (und selbstverständlich auch Menschen anderer Religionen), und wie verpflichtend dieses Zeichen ist im Blick auf den Frieden. Der Heilige Qur’an wie auch das Neue Testament nennen Jesus (Isa a.s.) als ein Zeichen der Barmherzigkeit und des Friedens Gottes. Somit können nicht nur Christen, sondern auch Muslime an Weihnachten bzw. an Heiligabend der Geburt Jesu gedenken, und zu Wohltätern und Friedensstiftern werden.
Somit ist es nicht verkehrt, wenn man sich Weihnachten hingezogen fühlt, und in diesem Sinne auch „feiern“ möchte. Denn auch wir Muslime gedenken der Geburt Jesu. Vielleicht sollte man nicht in einen Kaufrausch verfallen, ein typisches Beispiel aller Menschen, die sich auf Feiertage vorbereiten. Unter uns Muslimen ist das an unseren Festtagen übrigens nicht viel anders. Da wird auch geschmückt, gebastelt, gebacken, gekocht, neue Kleider gekauft und noch vieles mehr.

PlätzchenIch bereite mich auf Weihnachten vor, und werde im Kreise meiner Familie Heiligabend und die Weihnachtstage im Gedenken an Jesu Geburt sowie an geliebte Familienmitglieder, die wir sehr vermissen, verbringen. Es ist ein religiöses Fest, aber auch ein Fest der Liebe, der Wohltat und des Friedenstiftens.

 

Mögen alle, die Plätzchen backen, egal ob es eine Sternschnuppe, ein Stiefel, ein Kamel, eine Palme oder ein Halbmond ist, die ein Festmahl vorbereiten, und die sich dem Glauben und der Familie verpflichten, eine schöne Vorweihnachtszeit haben.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen wunderbaren, von Gott gesegneten Freitag und ein wunderbares und erfüllendes Wochenende.

LG und Salam Alaikum

Hannibal-Nur 🙂

P.S. Zudem freue ich mich, dass ich heute Zeugin einer Konvertierung zum Islam sein darf, und bin gespannt, wie die neue Schwester im Glauben alles aufnehmen wird. Möge sie im Kreise der Muslime gut und freundlich aufgenommen und im Kreise ihrer Familie und Freunde für ihre Entscheidung verstanden und respektiert werden. Möge Gott ihr die Kraft geben, und ihr Herz mit Liebe zu Ihm füllen. Amin.