♥ Jummah Mubarak ♥

Hallo und Salam Alaikum,

ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Freitag.

Morgen, am 24. November 2012, ist das Aschura-Fest, inshaAllah.

Was ist Aschura?

Es ist der zehnte Tag des islamischen Monats Muharram, dem ersten Monat im islamischen Mondkalender. An diesem Tag gedenken viele Muslime, insbesondere Schiiten und Aleviten, und zu einem kleineren Teil auch Sunniten, in unterschiedlichen Gegebenheiten an bestimmte Propheten oder Nachfahren des Propheten Muhammad (Gottes Segen und Friede sei mit ihm –hiernach“*“).

Im Monat Muharram wird eigentlich jegliche Form der Auseinandersetzung untersagt und jeder ist dazu aufgerufen zum Frieden beizusteuern. Viele Ereignisse geschahen am 10. Muharram, dem Aschura-Tag.

 

So überquerte der Prophet Moses das Rote Meer an diesem Tag. Auch wurden die Wunden des Propheten Hiob am Aschura-Tag geheilt. Zudem strandete der Prophet Noah mit seiner Arche an diesem Tag nach einer Sintflut auf dem Berg Cudi.

Schiiten gedenken des Todes von Imam Hussein in Kerbala. Hier wird Aschura normalerweise als letzter Tag der jährlich zehn Tage dauernden schiitischen Trauer- und Bußrituale zu Ehren des Martyriums von Imam Hussein, dem Sohn von Ali, dem Vetter Muhammads*, und Fatima, der Tochter Muhammads*, gesehen.

Für die Aleviten ist Aschura besonders wichtig, denn nach 12-tägigem Fasten wird unter ihnen eine Süßspeise mit Namen Aşure gekocht und als Zeichen der Dankbarkeit und Verwandten, Nachbarn, und Bekannten verteilt und gemeinsam gegessen. Aleviten bringen hiermit ihren Dank zum Ausdruck, dass Zein Al Abidin, der Sohn von Imam Hussein, aufgrund von Krankheit die Schlacht von Kerbala überlebte.

Für die Sunniten ist Aschura auch von besonderer Bedeutung, denn an diesen, wie auch in den Tagen davor und nach, kann gefastet werden. Dieser Fastentag scheint durch die Übernahme des jüdischen Jom Kippurs Tradition erlangt zu haben, allerdings gilt das Fasten nur als Sunna, ist somit nicht bindend, sondern freiwillig. Das freiwillige Fasten wird oftmals mit einen Hadith – einer Überlieferung – begründet:
„Salim berichtete, dass sein Vater sagte: ‚Der Prophet* sagte: Am Tag Aschura kann jeder fasten, der fasten will.’“

Zurück zu Noah:

Er und seine gestrandeten Gefährten wollten ein Festessen kochen, um die Erlösung von der Sintflut zu feiern, aber sie hatten nur wenig Lebensmittel zur Verfügung, und so haben sie alles, was sie noch hatten, in einen Topf getan und daraus die Aschura-Suppe gekocht.

 

Die Suppe beinhaltet viele unterschiedliche Zutaten, wie Bohnen, Sultaninen, Walnüsse, Feigen, Weizen, Orangen, Granatäpfel, Kichererbsen, Datteln und Pfirsiche, so dass sie einen Eigengeschmack beinhaltet. Dennoch scheint man alle Zutaten einzeln herausschmecken.

So wird in vielen muslimischen Haushalten an Aschura diese Suppe gekocht und man erinnert sich an die Geschichten der Propheten und der damaligen Menschen. Die Logik dahinter ist auch, dass man dadurch Harmonie fördern kann, indem viele verschiedene Kulturen, Religionen und Denkweisen zusammenkommen und ein Ganzes bilden, inshaAllah. So also soll der Dialog unter den Menschen und zwischen den Kulturen gefördert werden.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen wunderbaren, von Gott gesegneten Freitag und ein wunderbares und erfüllendes Aschura-Wochenende.

LG und Salam Alaikum

Hannibal-Nur

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