„Can Muslim Women Marry Non-Muslim Men? Yes We Can!“

Hallo und Salam Alaikum,

hier ist ein sehr interessanter und lesenswerter Artikel, allerdings auf Englisch, wo es darum geht, dass es liberale MuslimInnen gibt, welche die Einstellung besitzen, dass muslimische Frauen nichtmuslimische Männer ehelichen dürfen.

http://aslanmedia.com/aslan-media-columns/ummah-wake-up/item/217-can-muslim-women-marry-non-muslim-men?-yes-we-can

Nach orthodox-islamischer Auslegung sei dies nicht erlaubt. In diesem Falle wird oft der Qu’ranvers 2:221 als Erklärung herangezogen.

Jedoch wird dieser Vers unterschiedlich gedeutet:

Hier ein paar Beispiele:

„Im Islam gibt’s einen Grundsatz, der lautet: „Was in Koran und authentischer Sunna nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt.“ An der entsprechenden Stelle im Koran steht ganz einfach nichts dazu. Daraus ein Verbot abzuleiten, heißt, den obigen Grundsatz umzukehren – zulasten der Frau. Und das wiederum heißt, etwas, das halal ist, für haram zu erklären. Ich kenne einen Hadith, wonach dies sogar als Schirk bezeichnet wird, weil es unzulässig ist, die Freiheit, die der Islam uns läßt, willkürlich einzuschränken.“

„Verboten ist nur was im Qur’an als verboten gilt. Die Sunnah ist ein zusätzlicher Wegweiser jedoch kein Gesetz. Im Qur’an steht „Verheiratet euere Töchter nicht mit Heiden (Ungläubige)“. Christen sind keine Heiden. Und ich kann nur raten sich mit der Entstehung der Sunnah auseinanderzusetzen. Was die Authentizität nämlich angeht, gibt es da einige Probleme, die gerne aus den Augen gelassen werden.“

„Die übersetzung mit Heiden ist falsch. Im arabischen steht Muschrik und das sind Menschen die Allah jemandem beigesellen, oder ihm einen Sohn unterstellen oder auch solche die gar nicht an einen Gott glauben und denken dass alles durch Zufall entstanden ist. Und die heutigen Christen zählen meistens zu den Muschrikiin da sie Jesus als Gottes Sohn sehen. Oder sie glauben gar nicht an einen Gott und machen den Zufall zum Teilhaber was auch Schirk ist. Aus diesem Grund ist es verboten. Aber nicht nur für die Frau auch der Mann darf keine Christin heiraten die eine Muschika ist und nicht an den einzigen Gott glaubt.“

„Die Ayat 221 in der Surah al-Baqara trifft auf meinen Zukünftigen nicht zu, da er weder an nichts glaubt, noch Gott jemanden beigesellt. Von daher kann ich mit gutem Gewissen dies schreiben. Er wird es sicher auch lesen ;-). Im Islam geht es nicht nur um Ge- oder Verbote. Es geht nicht nur um Helal oder Haram. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, sondern extrem viele Schattierungen der Grauzone. Man liest immer wieder, wie Muslime anderen Muslimen versuchen ihre Sichtweise als die einzig richtige Sichtweise aufzudrücken. Wenn das so ist, und die Toleranz des vielfältigen Denkens und der Praxis damit eingeschränkt wird, dann geht auch die Spiritualität des Einzelnen, wie auch die Praxis des Glaubens flöten. Ob Allah swt solch eine Ehe, wie sie nicht nur ich eingehen werde, inshaAllah, sondern auch viele schon eingegangen sind (die im übrigens oft – wenn auch nicht immer – aber das kann bei komplett muslimischen Ehen genauso passieren – halten, weil die Ehe auf gegenseitigen Respekt, auch was die Religion angeht, aufgebaut ist), akzeptieren würde, steht im Ermessen und in der Entscheidungswirksamkeit Allahs und nicht der des Menschen. Man wird durch die Eheschließung, die schon in der heutigen Zeit, egal ob man Muslim ist oder nicht, eine extrem große Herausforderung darstellt, merken, ob diese Beziehungskonstellation richtig für einen ist. Für mich macht sie tatsächlich die Hälfte des Glaubens aus, und ich kann nur sagen, möge ich ihr, meinem zukünftigen Mann, und vor allen Dingen, Allah swt in dieser Entscheidung gerecht werden. Amin.“

„…Und eine Ehe mit einen Nicht-Muslim ist nicht erlaubt für eine Frau…es ist ja Zina, weil die Ehe nicht von Allah akzeptiert ist und somit nicht gültig. Dreht es wie ihr wollt.Wenn ihr euren Nafs folgen wollte, wir haben ermahnt. Wir werden für alles zur Rechenschaft gezogen.“

Man wird sich unter MuslimInnen wahrscheinlich bis zur Unendlichkeit uneinig in Bezug auf dieses Thema sein. Vielleicht sollte man sich anschauen, welche Vor- und Nachteile eine solche Verbindung hätte. Wie beeinträchtigend ist es für eine eheliche Verbindung, wenn die Ehepartner unterschiedlicher Religionen angehören? Gibt es ein Patentrezept dafür, dass es auch immer bei Ehen klappt, in denen die Partner der gleichen Religion zugehörig sind? „Leider ist die gleiche Religion keine Garantie für eine gut funktionierende Ehe!“, so schrieb jüngst eine liebe Schwester im Glauben.

LG und Salam Alaikum

Hannibal-Nur 🙂

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